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Konflikt mit Südkorea: Pjöngjang erklärt Kriegszustand

News von LatestNews 1350 Tage zuvor (Redaktion)

Flagge von Nordkorea
© John Pavelka, Lizenztext: dts-news.de/cc-by
Das Regime in Nordkorea hat den Kriegszustand mit Südkorea ausgerufen. "Ab sofort befinden sich die interkoreanischen Beziehungen im Kriegszustand und alle Angelegenheiten zwischen beiden Ländern werden nach dem Kriegsprotokoll behandelt", heißt es in einer in den nordkoreanischen Staatsmedien verbreiteten Erklärung der Regierung, der herrschenden Arbeiterpartei und anderer Organisationen. Die seit Jahren andauernde Situation auf der koreanischen Halbinsel, die sich "weder im Frieden noch im Krieg" befunden habe, sein nun vorbei.

Ein Angriffsbefehl ist bislang nicht bekannt: Das Militär des kommunistischen Landes warte die Befehle von Machthaber Kim Jong Un ab, hieß es weiter. Dieser hatte als Reaktion auf die Entsendung kernwaffentauglicher US-Bomber nach Südkorea die strategischen Raketeneinheiten Nordkoreas in Alarmbereitschaft versetzt. Die Regierung Südkoreas erklärte, dass die Drohungen von Pjöngjang nicht neu seien. Zudem gebe es derzeit keine Hinweise auf ungewöhnliche Aktivitäten des nordkoreanischen Militärs, hieß es im Verteidigungsministerium Südkoreas. Die USA äußerten sich ähnlich: Nordkorea habe eine "lange Geschichte der Kriegsrhetorik und Drohungen", wie eine Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats in Washington erklärte. Man nehme die Drohungen dennoch ernst. Die USA hätten die Berichte "über eine neue und unkonstruktive Erklärung aus Nordkorea zur Kenntnis genommen", so die Sprecherin. Die Vereinigten Staaten blieben in "engem Kontakt mit unseren südkoreanischen Verbündeten". Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) warnte Nordkorea in einem Gastbeitrag für die "Bild-Zeitung" unterdessen vor einer Eskalation: Was auf der koreanischen Halbinsel geschehe, betreffe "die Sicherheitsarchitektur der ganzen Welt", so der Außenminister. "Das unverantwortliche Spiel Nordkoreas mit dem Feuer muss aufhören. Wir arbeiten deshalb gemeinsam mit unseren Partnern mit Sanktionen entschlossen daran, dass das Regime in Pjöngjang einlenkt und seine Drohungen und das völkerrechtswidrige Atomwaffenprogramm einstellt."

© dts Nachrichtenagentur





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