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Kiel gegen Berlins Pläne zur Energiewende

News von LatestNews 1783 Tage zuvor (Redaktion)

Hochspannungsleitung
© dts Nachrichtenagentur
Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Robert Habeck (Grüne) erwartet vom Energiegipfel zwischen Bund und Ländern eine klare Absage an alle Quoten-Pläne für den Ausbau der regenerativen Energien sowie konkrete Vereinbarungen zur Umsetzung der Energiewende. Im Gespräch mit der "Welt" sagte Habeck: "Im Idealfall werden die Vorschläge von Peter Altmaier und Philipp Rösler wieder eingesammelt, und die Kanzlerin konkretisiert, wie sie ihr Plädoyer für den Ausbau der Windkraft im Norden gemeint hat. Und dann einigt man sich auf ein Ausbauszenario für die regenerativen Energien als Grundlage für alle weiteren Schritte."

Wichtig sei, dass die Politik sich jetzt nicht "im Kleinklein" verliere, sondern den Glauben daran bewahren, "dass wir große gesellschaftliche Umwälzungen gestalten können und wollen". Heftige Kritik übte Habeck an dem Vorschlag Bundesumweltminister Peter Altmaiers, den Ausbau der erneuerbaren Energien zu quotieren. "Altmaiers Quotenmodell ist schlicht falsch. Die Folge wäre eine Art Windhund-Rennen, bei dem jeder Betreiber versucht, dass seine Anlage ja noch innerhalb der Quotengrenzen gebaut wird." Dadurch würde ein kurzfristiger Boom ausgelöst und die EEG-Umlage weiter in die Höhe getrieben. Sobald der Deckel dann erreicht sei, falle alles in sich zusammen und die beteiligten Unternehmen gehen pleite. "Altmaier", so Habeck wörtlich, "spielt mit dem Feuer". Um die Kosten der Energiewende im Rahmen zu halten, schlägt Habeck unter anderem vor, den teuren Bau der Offshore-Windparks zu regulieren. Über eine Reform der Vergütungsstruktur bei der Biomasse könne man ebenso reden wie über die Vergütungssätze für das Einspeisen regenerativer Energien insgesamt. Vor allem aber müsse man Möglichkeiten zur Energieeinsparung schaffen. Habeck wörtlich: "Der Preis für eine Kilowattstunde Strom darf ja steigen - wenn man gleichzeitig deutlicher weniger verbrauchen muss, ohne weniger komfortabel zu leben."

© dts Nachrichtenagentur





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