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Kauder wendet sich gegen muslimische Feiertage

News von LatestNews 1564 Tage zuvor (Redaktion)

Volker Kauder
© dts Nachrichtenagentur
Anlässlich der Veröffentlichung seines Buches: "Verfolgte Christen. Einsatz für die Religionsfreiheit" hat Unionsfraktionschef Volker Kauder auch auf die Rechte der Muslime in Deutschland hingewiesen. "Wer für Religionsfreiheit eintritt, muss anderen Religionen ihren Spielraum lassen. Deshalb sollen Muslime in Deutschland Moscheen bauen", sagte Kauder der Tageszeitung "Die Welt".

In Deutschland sei die Ansicht verbreitet, Religion sei Privatsache. "Aber dem widerspreche ich. Religion muss im öffentlichen Raum stattfinden können." Muslimische Feiertage lehnt er aber mit Verweis auf die christlich-jüdische Tradition ab. "Doch muss die Gesellschaft, müssen Arbeitgeber oder Schulen es einrichten, dass Muslime sich auf eigenen Wunsch solche Tage problemlos frei nehmen können", sagte der CDU-Politiker. Kauder beklagt, dass es Christen weltweit immer schwerer hätten. "Überall dort, wo Muslime die Mehrheit stellen, kommen Christen mehr und mehr unter Druck. Religion darf aber nicht zum politischen oder kulturellen Machtinstrument werden." Mit besonderer Sorge erfüllt ihn die Lage in Syrien. Kauder befürchtet, dass die Christen nach dem Ende des Assad-Regimes erst recht in Bedrängnis geraten. Eine bevorzugte Behandlung will er ihnen jedoch - anders als den Irak-Flüchtlingen vor wenigen Jahren - nicht angedeihen lassen. "Ich plädiere dafür, dass wir mehr Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen - egal, ob es sich um Christen oder Anhänger anderer Glaubensrichtungen handelt. Wir müssen hier in Europa schnell zu einer abgestimmten Lösung kommen", sagt er. Würden Christen bevorzugt, würde dies ihre Lage nicht verbessern, sondern ihre Probleme verschärfen. "Sie wären dann noch mehr isoliert." Das Buch, so Kauder, soll vor allem informieren. Dass sein klares Bekenntnis zur Religionsfreiheit in einer säkularen Gesellschaft aber auch Unruhe stiftet, nimmt er gern in kauf. "Religionsfreiheit ist nicht irgendein, sondern aus meiner Sicht eines der zentralen Menschenrechte. Es schützt den Menschen in seiner Auseinandersetzung mit seinem Ursprung und seinem Ende."

© dts Nachrichtenagentur





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