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Juristen fordern Legalisierung von Cannabis

News von god 933 Tage zuvor (Redaktion)

Immer mehr Menschen fordern auch hierzulande die Freigabe von Cannabis-Produkten. Nachdem in den letzten Jahren mehrere US-Bundesstaaten die Zucht von Hanfsamen sowie den Konsum und Besitz von Cannabis legalisierten, geht auch ein Prozess der Liberalisierung - zumindest als Forderung - durch Deutschland. Insgesamt 122 Strafrechtler unterstützen eine neue Initiative, die Cannabis legalisiert sehen möchte.

Die Vorteile sind vor allem wirtschaftlicher Natur. Steuerliche Abgaben an den Staat bei einem kontrollierten Anbau sowie einem strikt kontrollierten Verkauf sind nicht nur für den Fiskus und Privatunternehmer der Agrarwirtschaft hilfreich. Auch der Schwarzmarkt könnte durch eine Legalisierung endgültig für dieses Produkt zerstört werden.

Auf der anderen Seite befürchten viele, mit der Legalisierung ginge ein moralischer Verfall der Gesellschaft einher. Zudem würde die vermeintlich abhängigmachende Droge auch schneller an Kinder kommen bzw. die Konsumentenzahl sich erhöhen. Erste Erfahrungen aus Ländern, die bereits Cannabis legalisiert bzw. entkriminalisiert haben, können diese Vermutungen zwar nicht bestätigen. Trotzdem scheint es derzeit nicht realistisch, auf eine Legalisierung der Pflanze zu hoffen.

Die Strafrechtler behaupten, dass der restriktive Umgang mit der Droge aber kontraproduktiv sei für das Ziel, nämlich mehr Menschen von Cannabis abzubringen als hinzuführen. Dabei gilt die Droge gesellschaftlich bereits als akzeptiert und weist deutlich weniger Schäden am Körper und an der Gesellschaft auf, als etwa der vergleichbare Alkohol- oder Zigarettenkonsum. Das Problem bei der derzeitigen rechtlichen Lage ist dabei eindeutig: viele Leute probieren Gras oder andere Cannabisprodukte sowieso im jungen Alter. Diejenigen, die dabei erwischt werden, werden verurteilt und bekommen eine Strafe, die sie in der Zukunft davon abhalten kann, einer Ausbildung oder etwaigen Tätigkeit nachzugehen. Die jungen Leute kommen mit dieser Politik erst recht auf die schiefe Bahn, so die Juristen.

Trotzdem solle man die Forderung nicht auf die leichte Schulter nehmen: es geht nicht darum, einen Freifahrtsschein für den Konsum von Drogen auszustellen, sondern um die bewusste und regulierte Auseinandersetzung.

In den USA sind einige Staaten bereits so weit, nicht nur medizinisches Marihuana zu zu lassen; in den Staaten Kolorado und Washington können alle Menschen ab 21 straffrei und völlig legal Marihuana konsumieren, anpflanzen und verkaufen. Bisher gibt es noch keine Ergebnisse, inwiefern sich das auf die Gesellschaft ausgewirkt hat.







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