Anmelden

Benutzername:

Passwort:

Merken

IW befürchtet falsche Verteilung von Flüchtlingen

News von LatestNews 94 Tage zuvor (Redaktion)

Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber
© über dts Nachrichtenagentur
Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) hat vor einer falschen Verteilung der Flüchtlinge in Deutschland gewarnt. "Ein Vergleich nach Kreisen deutet darauf hin, dass ein Teil der Zuwanderer nicht in die Regionen zieht, wo sie langfristig besonders gebraucht werden", heißt es in der Studie "Regionale Fachkräftesicherung durch Zuwanderung", die der "Welt" vorliegt und aus der diese in ihrer Dienstagsausgabe zitiert. "Die regionalen Unterschiede müssen beim Zuwanderungsrecht stärker berücksichtigt werden", forderte Studienautor Wido Geis.

So dürften nicht länger bundesweit die gleichen Gehaltsgrenzen gelten, damit Einwanderer in Deutschland arbeiten dürfen. Ebenso müssten die so genannten Engpassberufe nicht mehr einheitlich, sondern regional differenziert definiert werden. Die Politik müsse ausländische Fachkräfte gezielter in Regionen lenken, die vom demografischen Wandel betroffen sind. Aber auch ländliche Regionen selbst müssten mehr tun, um Zuwanderer anzulocken, sagte Geis. "Partnerschaften deutscher Städte und Regionen mit demografiestarken Gegenden in Südasien könnten unsere ländlichen Gebiete bekannter machen." Laut der IW-Studie gibt es die höchste Zuwanderung dort, wo Erstaufnahmeeinrichtungen für Asylsuchende sind, an der West- und Südgrenze Deutschlands, insbesondere nahe zu Luxemburg und zur Schweiz, sowie in den Großräumen München, Rhein-Neckar und Rhein-Main. EU-Zuwanderer zieht es besonders stark nach Bayern, Baden-Württemberg und Hessen. Im Osten, aber auch in den ländlichen Regionen Niedersachsens wollen dagegen nur wenige Migranten leben.Während in Bremen (28,7 Prozent), Hamburg (28,2) oder Hessen (27,6) Prozent aller Einwohner einen Migrationshintergrund haben, sind es in Mecklenburg-Vorpommern nur 4,3 Prozent. In den anderen ostdeutschen Ländern mit Ausnahme Berlins ist der Anteil kaum höher. Auch haben die ostdeutschen Länder im Jahr 2013 mit netto weniger als drei Zuwanderern je 1000 Einwohner viel weniger Migranten gewinnen können als etwa Berlin (9,88) oder Bremen (7,29). Während Städte im Westen mit Flüchtlings-Erstaufnahmelagern wie Fürth, Trier oder Karlsruhe die höchste Zuwanderung hatten, wanderten bundesweit in sieben Kreisen mehr Personen je 1000 Einwohner ab als zu. Darunter waren vier ostdeutsche Regionen, sowie Wilhelmshaven und die bayerischen Kreise Waldnaab und Lichtenfels. Die Ungleichverteilung könnte spätestens in ein paar Jahren zu einem Problem werden. Anders als in Großstädten sind der Studie zufolge in vielen Landkreisen die Belegschaften der Unternehmen verhältnismäßig alt. Im thüringischen Suhl sind etwa 26 Prozent aller Beschäftigen älter als 55 Jahre. In vielen anderen ostdeutschen Kreisen ist das Bild ähnlich: So haben auch im Spree-Neiße-Kreis, in Frankfurt/Oder oder im thüringischen Greiz 23 Prozent aller Arbeitnehmer ihr 55. Lebensjahr überschritten. "Insgesamt verteilen sich damit die längerfristigen Bedarfe an Fachkräften aus dem Ausland regional sehr viel gleichmäßiger, als die aktuelle Lage vermuten ließe", heißt es in der Studie. "Insbesondere werden auch die ländlichen Gebiete in Ostdeutschland in Zukunft stark auf Zuwanderung angewiesen sein."

© dts Nachrichtenagentur


Share Button





Wählen : 1 vote Kategorie : Nachrichten

oder registrieren hier.

Anzeige

Aktuelle Nachrichten

Reker-Attentäter zu 14 Ja
Der Mann, der ein Attentat auf die heutige Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker verübt hat, ist zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht sprach den 45-Jährige ...

Kraft gibt Fehler bei Silv
Die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft (SPD), hat Fehler beim Umgang mit den Ereignissen der Silvesternacht in Köln zugegeben. Zugleich betonte sie in ihrer Aussage vor dem ...

Österreich: Stichwahl der
Der Verfassungsgerichtshof Österreichs hat die Stichwahl der Bundespräsidentenwahl für ungültig erklärt. Die Abstimmung vom 22. Mai muss damit wiederholt werden. Dadurch kann Alexander Van der Be ...

DAX am Mittag nahezu unver
Die Börse in Frankfurt zeigt sich am Freitagmittag zunächst nahezu unverändert: Kurz vor 12:30 Uhr wurde der Deutsche Aktienindex mit 9.688,41 Punkten berechnet. Dies entspricht einem Plus von 0,09 ...

Österreich: Präsidentenw
Die dts Nachrichtenagentur in Halle/Saale verbreitet soeben folgende Blitzmeldung aus Wien: Österreich: Präsidentenwahl wird wiederholt. Die Redaktion bearbeitet das Thema bereits. Weitere Details w ...

Niedersachsen: Mann begeht
Ein 41-jähriger Mann hat am Donnerstag auf einer Landstraße zwischen den niedersächsischen Gemeinden Walsrode und Hodenhagen mit einem PkwSelbstmord begangen. Der Mann sei allein unterwegs gewesen, ...

Schleswig-Holstein: Zwei T
Bei einem schweren Verkehrsunfall in der Nähe des Schleswig-holsteinischen Oldenburg in Holstein sind in der Nacht auf Freitag zwei Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen seien schwer ver ...

Forsa: Hälfte aller Autof
47 Prozent der Autofahrer in Deutschland sind von Reibereien mit Beifahrern genervt. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts "Forsa" im Auftrag von des Versicherungsunte ...

TUI-Chef Fritz Joussen gla
Der Chef von Europas größtem Reisekonzern TUI, Fritz Joussen, hält nach den Anschlägen von Istanbul weiterhin an der Türkei als Urlaubs- und Reiseland fest. Dem Nachrichtenmagazin "Focus" sagte e ...

DAX weiter auf Erholungsku
Die Börse in Frankfurt hat nach dem Handelsstart am Donnerstag Kursgewinne verzeichnet: Kurz vor 09:30 Uhr wurde der Deutsche Aktienindex mit 9.737,43 Punkten berechnet. Das entspricht einem Plus von ...

Wiederbelebung deutsch-eng
Der Deutsche Städte-und Gemeindebund hat zur Wiederbelebung deutsch-englischer Städtepartnerschaften aufgerufen, um den Kontakt zur Insel nach dem Brexit zu verstärken. Ziel sei, "Europa von unten ...

Oettinger sagt Briten schn
EU-Kommissar Günther Oettinger hat Großbritannien schon für die unmittelbare Zukunft schwere wirtschaftliche Nachteile als Folge der EU-Austrittsentscheidung vorhergesagt. Der Kommissar für Digita ...

Linke: Keinen Schwebezusta
Der Europaabgeordnete der Linkspartei, Helmut Scholz, hat vor einem "Schwebezustand" nach dem britischen EU-Referendum gewarnt. Zwar könne der Ausschuss für konstitutionelle Fragen im EU-Parlament ( ...


prev next

Live Radio

Live TV

Anzeige



 

Impressum  •  Copyright 2010 Kledy.de  •  RSS Feeds  •