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Iranischer Außenminister dringt auf Waffenstillstand in Syrien

News von LatestNews 1042 Tage zuvor (Redaktion)
Der iranische Außenminister Dschawad Zarif dringt auf einen schnellen Waffenstillstand in Syrien. "Ob es nun einen generellen Waffenstillstand gibt oder lokale Waffenstillstände, ist gleichgültig", sagte er im Gespräch mit der F.A.Z. (Montagausgabe). "Das Blutvergießen muss ein Ende haben."

Die Situation in Syrien sei eine "Katastrophe", sagte der Minister, der humanitäre Hilfe für "alle Syrer" forderte. Zugleich kritisierte er die syrische Opposition und ihre ausländischen Unterstützer. "Die Illusion, man könne an Assad vorbei eine Lösung finden, muss endlich begraben werden", sagte Zarif der F.A.Z. "Wir reden hier von einer Menge Leute, die Blut an den Händen haben, von Geld und Waffen, die aus dem Ausland kommen. Niemand kann sich da über den anderen erheben." Es stehe dem Ausland nicht zu, darüber zu entscheiden, wer über Syrien herrschen solle. Zarif warnte im Gespräch mit der F.A.Z. vor dem zunehmenden islamistischen Extremismus, der in Syrien entsteht. Dieser bringe nicht nur die Region in Gefahr. "Er wird sich auch in den Straßen Europas entladen." Auf die Frage nach einer möglichen engeren Zusammenarbeit mit dem Westen im Kampf gegen diesen Extremismus sagte der Minister der F.A.Z.: "Dann sollten diejenigen zur Besinnung kommen, die sich einerseits als Kämpfer gegen den Terrorismus darstellen und auf der anderen Seite gefährliche Terrorgruppen unterstützen. Vertrauen ist keine Einbahnstraße." Die bevorstehenden Verhandlungen über das iranische Atomprogramm will der iranische Außenminister mit "gutem Willen und Zuversicht" führen. Er ließ jedoch erkennen, dass der Iran nicht bereit ist, die Urananreicherung maßgeblich zurückzufahren. "Wir haben viel zu bereden. Es ist nicht so schwer, eine Einigung zu erzielen, wenn man eine gemeinsame Agenda hat - und sich keine Illusionen macht. Das gemeinsame Ziel ist es, dass das iranische Atomprogramm friedlich bleibt", sagte er der F.A.Z. Es gebe keine einfachen Lösungen.

© dts Nachrichtenagentur





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