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IG Metall warnt Arbeitgeber vor Verzögerungstaktik

News von LatestNews 1409 Tage zuvor (Redaktion)
Im Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall die Arbeitgeber davor gewarnt, die Vorlage eines Lohnangebots hinauszuzögern. "Ich gehe fest davon aus, dass uns die Arbeitgeber zur zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot präsentieren werden", sagte der baden-württembergische IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstagausgabe). "Alles andere wäre ein bedenkliches Signal, dass sie die Zeit bis zum Ende der Friedenspflicht am 30. April ungenutzt verstreichen lassen wollen", warnte er.

Im tarifpolitischen Schlüsselbezirk Baden-Württemberg treffen sich die Tarifparteien, ebenso wie in Bayern, am kommen Freitag zur zweiten Verhandlungsrunde. Die IG Metall fordert in diesem Jahr Tariferhöhungen von 5,5 Prozent für die bundesweit 3,7 Millionen Metall-Beschäftigten. Die Spielräume für Lohnerhöhungen in der Metall- und Elektroindustrie sind nach Ansicht der IG Metall in diesem Jahr größer als im Durchschnitt der Gesamtwirtschaft. "Bei 3 bis 3,5 Prozent liegt nach Rechnung der IG Metall der gesamtwirtschaftliche Verteilungsspielraum aus Produktivitätsfortschritt plus Inflation", sagte Hofmann der Zeitung. "Aber die Metallindustrie ist eindeutig besser als der Durchschnitt." Gewisse Verhandlungsspielräume deutete Hofmann bei der Frage nach der Laufzeit eines neuen Tarifvertrages an. "Die Laufzeit ist für uns keine ideologische Frage", sagte er. "Unsere Tarifforderung entspricht etwa 0,46 Prozent pro Monat. Natürlich ließe sich dieser Faktor auch auf eine längere Laufzeit übertragen". Dass in diesem Jahr ein Tarifkompromiss ohne Warnstreiks erzielt werden könnte, schätzte Hofmann als unwahrscheinlich ein. Grundsätzlich hänge dies "immer vom Angebot ab". Die Erfahrung zeige aber, dass "beide Metall-Tarifparteien in der Regel unter dem Eindruck von Warnstreiks am besten zueinanderfinden", so der IG-Metall-Bezirkschef. "Wir streben an, bis Pfingsten zu einer Lösung zu kommen."

© dts Nachrichtenagentur





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