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Heftige Kritik an Steinbrück-Äußerungen zum getrennten Sportunterricht

News von LatestNews 1343 Tage zuvor (Redaktion)

Peer Steinbrück
© über dts Nachrichtenagentur
Mit seinen Äußerungen zum getrennten Sportunterricht für Mädchen und Jungen ist SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück auf scharfe Kritik in seiner Partei gestoßen. Der Bürgermeister des Berliner Bezirks Neukölln, Heinz Buschkowsky, sagte dazu im Nachrichtenmagazin "Focus": "Das ist nicht Stand der SPD." Steinbrücks Begründung, man nehme Rücksicht auf religiöse Gefühle sei "ein sehr gefährlicher Weg".

Ein solches Vorgehen liege weder im Interesse der jungen Menschen, noch diene es der Integration. "Ich halte das für eine sehr unglückliche Äußerung Steinbrücks", so Buschkowsky, der in seinem Bezirk täglich mit Integrationsfragen befasst ist. Auf Distanz geht auch der potentielle Koalitionspartner. Der migrationspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Memet Kilic, sagte "Focus": "Unsere Verfassung gebietet als Erziehungsstil die Integration. Das würde mit getrenntem Sportunterricht total verfehlt." Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zeigen "die Äußerungen von Steinbrück, dass er von Integrationspolitik keine Ahnung hat". Jungen und Mädchen wüchsen in Deutschland gemeinsam, gleichgeachtet und gleichberechtigt miteinander auf. "Bei aller Toleranz gegenüber dem Islam dürfen wir nicht die Gleichberechtigung von Mann und Frau in Frage stellen", so Herrmann zu "Focus". Kanzlerkandidat Steinbrück verteidigte bei einem Besuch in Paris seine Äußerung zum getrennten Sportunterricht: "Von dem, was ich gesagt habe, habe ich nichts zurückzunehmen. Viele muslimische Eltern lösen ihr Problem mit dem Sportunterricht so, dass sie ihre Kinder einfach krank melden. Das kann nicht die Lösung sein", so Steinbrück zu "Focus". Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Aydan Özoguz unterstützt Steinbrück. Er habe nur ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts wiedergegeben. "Wie man daraus einen Skandal konstruieren kann, ist mir unverständlich", erklärte Özoguz in "Focus".

© dts Nachrichtenagentur





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