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Guttenberg: Bundeswehr soll bunter und familienfreundlicher werden

News von LatestNews 2120 Tage zuvor (Redaktion)

Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU)
© (c) Deutscher Bundestag / Thomas Koehler/photothek.net, über dts Nachrichtenagentur
Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) will die Bundeswehr bunter, kinderfreundlicher und für die Soldaten finanziell reizvoller machen. In dem "Maßnahmenpaket zur Steigerung der Attraktivität des Dienstes in der Bundeswehr", das dem Nachrichtenmagazin "Focus" vorliegt, findet sich auch ein deutlicher Traditionsbruch: Auch Ausländer, die in Deutschland leben, will die neue Bundeswehr gewinnen. "Bestehende Regelungen sind so zu erweitern, dass Inländer bei entsprechender Eignung, Befähigung und Leistung auch ohne deutsche Staatsbürgerschaft regelmäßig in die Streitkräfte eingestellt werden können", zitiert "Focus" aus dem 37-seitigen Papier.

Ein übergreifendes Ziel ist mehr Familienfreundlichkeit bei der Bundeswehr: "Die Einrichtung von Eltern-Kind-Arbeitszimmern ist finanziell an rund 200 Standorten zu unterstützen", zitiert "Focus" aus dem Programm. Kosten für Ferienbetreuung der Kinder sollen für 20 Plätze an 100 Standorten für zwei Wochen übernommen werden. An "ausgewählten Standorten" soll es auch Betriebskindergärten geben. Eltern und pflegende Angehörige sollen "zumindest Teile einer Ausbildungsmaßnahme" per Fernausbildung machen können. Auch persönliche Auszeiten ("Sabbaticals") werden den Plänen zufolge möglich. Geplant sind ein Praktikantenprogramm, neue Studienplatzangebote, und wer in die Privatwirtschaft wechselt, soll Pensionsansprüche mitnehmen dürfen. Die Strategen im Verteidigungsministerium zielen auf ein positiv besetztes Arbeitgeber-Image der Bundeswehr. Von "Employer Branding" und "Work Life Balance" ist in dem Programm die Rede. Zudem wird dem Magazin zufolge vorgeschlagen, Altershöchstgrenzen für die Verpflichtung von Zeitsoldaten abzuschaffen und die Begrenzung der Verpflichtungszeit von 20 auf 25 Jahre anzuheben. Noch ist allerdings offen, ob das nötige Geld für das Programm bereitgestellt wird. Eine umfassende Personalentwicklung erfordere "kurz- und mittelfristig erhebliche Investitionen, um die hohe Wirkung der Personalgewinnung im Kontext des Personalmanagements zu erhalten", heißt es dazu in dem Papier.

© dts Nachrichtenagentur





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