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Grüne: Schnelltests vorrangig für Schulen und Kitas

News von LatestNews 189 Tage zuvor (Redaktion)

Corona-Schnelltest
© über dts Nachrichtenagentur
Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen fordert eine klare Prioritätensetzung beim Einsatz von Schnelltests. "Die Länder müssen dafür sorgen, dass die Schnelltests vorrangig in Schulen und Kitas eingesetzt werden und nicht parallel in anderen Bereichen, in denen gelockert werden soll. Schnelltests für den Urlaub oder in Modellprojekten sind in einer Mangelsituation nicht sinnvoll. Sie sollten erst dann erfolgen, wenn nach dem Gesundheitswesen der Bildungsbereich flächendeckend versorgt ist", sagte der Grünen-Politiker, der auch Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestages ist, der "Welt".

Dahmen zufolge ist die begrenzte Kapazität der Schnelltests auf Versäumnisse des Bundes zurückzuführen. "Der gesamte Vorgang der Zulassung, Beschaffung und Steuerung wurde völlig frei dem Markt und der Eigeninitiative einzelner Bundesländer überlassen", kritisierte der Abgeordnete. Lange Zeit hätten die Länder vom Bund nicht mal die Informationen bekommen, welche Tests überhaupt zugelassen und damit bestellbar werden. Wie auch bei der Beschaffung der Masken und Impfstoffe hätte es ein zentrales Vorgehen des Bundes gebraucht. FDP-Gesundheitsexperte Andrew Ullmann warnt vor breiten Schul- und Kitaschließungen. "Wir können uns ein erneutes Bildungsdesaster nicht erlauben. Dieser Schritt wäre für Schüler und Eltern eine Katastrophe und würde nur bestätigen, wie schlecht das Pandemiemanagement der Bundesregierung weiterhin ist", sagte Ullmann der "Welt". Wichtig sei es, dass Lehrer und Schüler keinesfalls mit Erkältungssymptomen zum Unterricht erschienen und weiter die AHA-Regeln einhielten. Zudem müssten die Bundesländer ab sofort verpflichtet werden, in den Schulen zweimal die Woche Schnelltests anzubieten. Im Falle begrenzter Ressourcen sollte sich dabei auf Gebiete mit hohen Inzidenzraten konzentriert werden. "Die Länder müssen die Verteilung der Schnelltests sinnvoll steuern und insbesondere Schulen in Hotspots versorgen. Regionen mit einer Inzidenz von unter 35 können zunächst auch nur einmal die Woche getestet werden."

© dts Nachrichtenagentur



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