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Gewerkschafter Hück kritisiert Steinbrücks Kompetenzteam und fordert Kurskorrekturen

News von LatestNews 1296 Tage zuvor (Redaktion)

Peer Steinbrück
© über dts Nachrichtenagentur
Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück hat sich kritisch zur Zusammensetzung des Kompetenz-Teams des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück geäußert, vor allem zur Berufung des Gewerkschafters Klaus Wiesehügel. "Steinbrück war für die Agenda 2010, Wiesehügel war dagegen. Der eine findet die Rente mit 67 gut, der andere findet sie schlecht. Es ist schwer zu erklären, wie das plötzlich zusammengehen soll", sagte das SPD-Mitglied Hück im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus".

Hück hatte das Reformprogramm des früheren SPD-Kanzlers Gerhard Schröder stets verteidigt. Wie Steinbrück mit dem Agenda-Kritiker Wiesehügel zusammenarbeiten wolle, "bleibt spannend", sagte er. Die Designprofessorin und Politik-Quereinsteigerin Gesche Joost müsse sich "erst beweisen". Die Berufung des Fraktionsgeschäftsführers Thomas Oppermann in das Team finde er gut. Die SPD müsse zeigen, dass sie personell besser aufgestellt sei als die Bundesregierung, verlangte Hück. "Wenn sie in einem Fußball-Spiel 4:0 hinten liegen, muss der Trainer den Sturm verstärken und nicht die Verteidigung." Hück forderte Steinbrück auf, sein Schattenkabinett so zu ergänzen, dass alle Strömungen seiner Volkspartei abgebildet werden. "Ein Flugzeug, das nur einen linken Flügel hat, stürzt ab." Zudem forderte Hück einen wirtschaftsfreundlicheren Kurs. Die SPD dürfe im Wahlkampf "die wirtschaftliche Komponente nicht vernachlässigen", sagte er "Focus". "Wenn wir die Unternehmen nicht fördern, wie wollen wir dann die Arbeitsplätze schaffen?" Hück äußerte die Befürchtung, dass sich Steinbrück im Wahlkampf verbiegen könnte. "Er wollte Beinfreiheit und hat Fußfesseln bekommen", sagte er. Wichtig sei, dass Steinbrück authentisch bleibe. "Als Freund sage ich ihm: behalte dein Jacket an und lass Dir nicht eines überstreifen, das Dir nicht passt", so Hück. "Die SPD braucht keinen Zwillingsbruder von Gregor Gysi."

© dts Nachrichtenagentur





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