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Schokoriegel, die beim Wachsen helfen - Joghurtdrinks, die natürliche Abwehrkräfte steigern. Die Lebensmittel sollen heute nicht nur schmecken, sondern auch einen Zusatznutzen haben, denn das Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung ist gestiegen. Die Lebensmittelindustrie hat diese lukrative Nische längst entdeckt. Funktionelle Lebensmittel unterscheiden sich von herkömmlichen Produkten durch eine spezielle Wirkung auf Wohlbefinden und Gesundheit. Aber wie viel Gesundheit steckt wirklich in diesen Lebensmitteln?
Wohl mit am besten belegt ist die Wirkung einer etwa vor zehn Jahren entwickelten Margarinesorte, die den Cholesterinspiegel nachweislich senken kann. Sie enthält Pflanzensterine, die natürlicherweise auch in geringen Mengen in Pflanzenölen, Nüssen, Getreide, Obst und Gemüse vorkommen. Diese Stoffe verhindern die Aufnahme von Nahrungscholesterin aus dem Darm und können so den Cholesterinspiegel im Blut senken.
Bereits ein Verzehr von ein bis zwei Gramm Pflanzensterinen* reicht aus, um die maximale Wirkung zu erreichen. Wer nun aber denkt, dass man den Effekt durch einen erhöhten Verzehr weiter steigern kann, wird enttäuscht, denn Viel hilft in diesem Fall nicht viel. Im Gegenteil – wie Studien belegen, kann der tägliche Verzehr größerer Pflanzensterin-Mengen die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen aus der Nahrung hemmen. Da neben der Margarine seit kurzem auch Milchprodukte angeboten werden, denen Pflanzensterine zugesetzt wurden, sollte man solche funktionellen Lebensmittel sehr bewusst verwenden, um eine Überdosierung zu vermeiden.
In ihrem Vortrag wird die Ernährungswissenschaftlerin Christiana Gerbracht nicht nur auf Vor- und Nachteile industriell produzierter, funktioneller Lebensmittel eingehen und erklären worauf man beim Einkauf achten sollte, sondern sie wird auch „natürliche Alternativen“ zu den funktionellen Lebensmitteln aufzeigen.
*das entspricht etwa ein bis drei Portionen (à 10 Gramm) Diät-Margarine
Dr. oec. troph. Christiana Gerbracht studierte Wirtschaftswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. Danach folgte ein Studium der Oecotrophologie mit dem Schwerpunkt Ernährungswissenschaften an der Justus-Liebig- Universität in Gießen mit dem Abschluss Diplom- Oecotrophologin. 1993 dann die Promotion an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Seit 01.01.2010 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung „Klinische Ernährung“ am Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke mit dem wissenschaftlichen Schwerpunkt: Prävention des Typ-2-Diabetes tätig.
Zeit der Vorlesung: 12. Januar, 18.00 Uhr Ort der Vorlesung: Haus der Generationen und Kulturen im Milanhorst 9, 14478 Potsdam.




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