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Geschichte der Antarktis

News von god 262 Tage zuvor      https://www.hurtigruten.de

Der antarktische Kontinent ist einer der unwirtlichsten und kältesten Orte der Erde, auf dem menschliches Leben nur unter schwierigsten Umständen möglich ist. Drei Monate lang im Jahr herrscht an der Antarktis, die auch als Antarktika bezeichnet wird, ununterbrochene Dunkelheit, und die Landschaft wird vom ewigen Eis und schroffen Eisformationen geprägt. Doch gerade weil der antarktische Kontinent so ganz anders als die meisten Flecken unseres Planeten ist, strahlt er auch eine große Faszination auf Abenteurer und Polarreisende aus. In den nachfolgenden Zeilen soll kurz ein Einblick auf die Geschichte der Antarktis und die Eroberung des Südpols gegeben werden.

Ein echter Kontinent

Der Kontinent der Antarktika erstreckt sich rund um den Südpol, und im Gegensatz zum Nordpol befindet sich unter den großen Eismassen an den meisten Stellen auch echtes Land. Die Fläche des Kontinents erstreckt sich über 14.000.000 Quadratkilometer. Vor mehr als 170 Millionen Jahren war die Antarktika noch völlig frei von Eis und besaß jede Menge fruchtbares Land und wohl auch einiges an tierischem Leben. Zum damaligen Zeitpunkt hatte sie auch noch nicht ihre heutige Form, sondern war ein Teil des Großkontinentes Gondwana. Im Zeitalter des Jura begann Gondwana auseinander zu fallen und aus einem Teil davon begann sich Antarktika zu entwickeln. Vor rund 30 Millionen, mit Beginn des Eiszeitalters Neogen, begann schließlich die große Vereisung des Kontinents.

Erste Menschen entdecken das Ewige Eis

Eine erste Annäherung des Menschen an Antarktika erfolgte über die Macquarieinsel, die im Jahr 1810 von dem Australier Frederick Hasselborough entdeckt wurde und sich zwischen Tasmanien und dem antarktischen Kontinent finden lässt. Noch näher heran kam der Engländer William Smith, der durch Zufall auf den südlichen Shetlandinseln landete und diese nach seiner Entdeckung dem territorialen Besitz von Großbritannien zusprach. Wie es weiter heißt, soll er auch die Gewässer südwestlich der Südshetlandinseln erkundet haben und dabei mit seiner Mannschaft einen ersten Blick auf die antarktische Halbinsel geworfen haben. Ob ihm dies allerdings tatsächlich gelungen ist, wird in der Geschichtsforschung vielfach angezweifelt. Ebenfalls nicht unumstritten sind die Behauptung des Kapitäns Faddey Bellinghausen, der im Jahr 1820 bei seiner Erdkreisumsegelung mit den beiden Schiffen Vostock und Mirny den antarktischen Kontinent ebenfalls gesehen haben will. Belegt hingegen ist die Entdeckung der Insel Deception, die sich ebenfalls im direkten Umkreis des Hauptkontinents der Antarktika befindet. Erstmals wurde diese von den beiden britischen Robbenfängern Edward Bransfield und William Smith gesichtet. Noch im gleichen Jahr stieß Nathanial Palmer ebenfalls zu dieser Insel vor, der sie zwei Tage lang erforschte. 1821 schließlich soll noch einmal Faddey Bellinghausen in die Region zurückgekehrt sein, der weitere Inseln entdeckte.

Die ersten Menschen auf Antarktika

Weiter geht es in der Geschichte von Antarktika mit dem Jahr 1823. 1823 will der amerikanische Robbenjäger Kapitän John Davis als erster Mensch überhaupt den eigentlichen Kontinent betreten haben, aber auch dieses Ereignis gilt als umstritten. In den folgenden Jahren bis 1840 wurden immer mehr Inseln rund um Antarktika von weiteren Robbenfängern und Expeditionen entdeckt. Im Jahr 1840 selbst soll der Franzose Jules-Sebastian Dumont d'Urville zur antarktischen Küste vorgedrungen sein und den Teil Adélie, der nach seiner Frau benannt wurde, erforscht haben. Die nächste größere Expedition, die das ewige Eis rund um den Südpol erkundete, war eine Besatzung rund um den norwegischen Kapitän Carl Larsen. Das von ihm befohlene Schiff, die Jason, landete auf Seymour Island unweit der antarktischen Halbinsel. Larsen machte eine bedeutende Fossilien-Entdeckung, die belegte, dass in dieser Region auch einmal ein wärmeres Klima gegeben hatte. 1898 wurde eine erste wissenschaftliche Erkundung des Kontinents unternommen. Die Leitung des Forscherteams hatte Adrien de Gerlache inne. Er und seine Crew wurden vor der antarktischen Halbinsel von Packeis eingeschlossen, und so musste diese Gruppe einen antarktischen Winter überleben, was auch gelang.

 

Das Wettrennen um die Erreichung des Südpols

Die folgenden Jahre waren von weiteren Expeditionen gekennzeichnet, die immer tiefer in den Kontinent eindrangen. 1901 unternahm Kapitän Robert Falcon Scott mit einigen Mitstreitern eine Reise, die den Südpol als Ziel hatte. Aufgrund von Skorbut und Schneeblindheit musste das Unterfangen jedoch nach rund zwei Monaten abgebrochen werden. 1902 wiederum landete Erich von Drygalski mit seiner Mannschaft an der Küste des Kontinents und entdeckte das sogenannte Kaiser-Wilhelm-Land. Das Schiff der Reisenden, die Gauss, blieb für ein Jahr im Eis stecken. Während dieser Zeit stellte die Besatzung eine Vielzahl an Forschungen an, aus der schließlich zwanzig Bände mit Berichten hervorgingen. 1904 kehrte Carl Larsen auf den antarktischen Kontinent zurück und richtete dort die erste Wahlfang-Station ein. 1909 gelang es Douglas Mawson, Edgeworth David und Alistair McKay als ersten drei Menschen den magnetischen Südpol zu erreichen.1910 wiederum setzte Robert Falcon Scott zum einem zweiten Versuch an, den geographischen Südpol zu erreichen. Er und seine Mannschaft bekamen Konkurrenz von einer zweiten Expedition um den Norweger Roald Amundsen. Amundsen machte schließlich das Rennen und erreichte im Jahr 1911 als erster Mensch überhaupt den geographischen Südpol. 35 Tage später erreichte auch Scott das Ziel. Er und seine Begleiter mussten sich nicht nur mit der Niederlage abfinden, sondern starben zudem noch auf dem Rückweg, 18 Kilometer von ihrem nächsten Versorgungslager entfernt.Antarctica DE





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