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Gerhard Schröder rechnet mit Abwahl Merkels im Herbst

News von LatestNews 1549 Tage zuvor (Redaktion)

Angela Merkel
© über dts Nachrichtenagentur
Altbundeskanzler Gerhard Schröder geht davon aus, dass seine Nachfolgerin Angela Merkel trotz ihrer Popularität im Herbst abgewählt wird. "Angela Merkel verfügt unbestreitbar über eine beachtliche Popularität. Trotzdem stehen Steinbrücks Chancen gut. Denn in Deutschland werden nicht Personen, sondern Parteien gewählt", sagte Schröder "Bild am Sonntag".

"Ich gehe davon aus, dass wir nicht nur in Niedersachsen im Januar, sondern auch im Bund im Herbst ein Drei-Parteien-Parlament bekommen werden. Und dann fehlt Frau Merkel der Partner zum Weiterregieren." Der FDP räumt Schröder wenig Chancen ein, die 5-Prozent-Hürde zu überspringen: "Es gibt keinen wirklichen Grund, FDP zu wählen. Die Liberalen werden die großen Leidtragenden der jetzigen Koalition sein." In diesem Zusammenhang kritisierte der SPD-Politiker die schwarz-gelbe Koalition scharf: "Meine Regierung wurde wegen handwerklicher Fehler stark kritisiert. Wir waren sicher nicht immer Meister, aber das heute sind nicht einmal Gesellen." Angela Merkel warf Schröder vor, die Rolle der Bundeskanzlerin nicht angemessen auszufüllen: "Frau Merkel agiert nach meinem Eindruck nicht wie eine Kanzlerin, sondern eher wie eine Bundespräsidentin. Ich habe meine Zweifel, ob sie in der Lage gewesen wäre, so etwas wie die Agenda 2010 durchzusetzen." Die Linkspartei sieht Schröder ähnlich wie die FDP auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit: "Eine echte Funktion hat die Partei nicht, außer für ein bisschen Populismus von links zu sorgen." SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück nahm der Altkanzler in der Honorar-Debatte in Schutz. Schröder sagte "Bild am Sonntag": "Es spricht doch nichts dagegen, wenn jemand sein Wissen und seine Erfahrung Institutionen, gegen die nichts einzuwenden ist, gegen Honorar zur Verfügung stellt. Da bitte ich um etwas mehr Fairness für Peer Steinbrück." Für die SPD käme es jetzt darauf an, "zu kämpfen, durch die Straßen und über die Plätze zu ziehen, wirklich zu kämpfen".

© dts Nachrichtenagentur





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