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Familienministerin Schröder will Nachteile bei Teilzeitarbeit abmildern

News von LatestNews 1694 Tage zuvor (Redaktion)

Kristina Schröder
© dts Nachrichtenagentur
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) tritt dafür ein, Nachteile bei der Teilzeitbeschäftigung durch Reformen im Arbeitsrecht abzumildern. "Es ist ja in der Tat so: Erst muss man betteln, um auf Teilzeit reduzieren zu dürfen, dann muss man betteln, um wieder Vollzeit arbeiten zu dürfen. Wir brauchen einen Anspruch auf Wiederaufstockung in Vollzeit", sagte Schröder in einem Interview mit der "Bild am Sonntag".

Die Familienministerin verwies überdies darauf, dass viele Frauen gerne in Teilzeit arbeiten würden und kritisierte in diesem Zusammenhang den Begriff der "Teilzeitfalle": "Dahinter verbirgt sich das Leitbild, dass nur die Frau glücklich und lebensfähig ist, die vollberufstätig ist. Ich sage: Teilzeit ist keine Falle, sondern ein Modell, das sich viele Frauen und auch immer mehr Männer wünschen, so lange die Kinder klein sind." Schröder kritisierte in dem Gespräch zudem die Gleichberechtigungspolitik der linken Parteien scharf. "Dass man Frauen dahin drängen will, permanent Vollzeit berufstätig zu sein, haben wir vor allem bei den linken Parteien, also bei Rot-Rot-Grün. In Tarifverhandlungen haben wir eine völlige Ausrichtung an der Vollzeiterwerbsbiografie. Die Bedürfnisse nach Teilzeitbeschäftigung spielen dort viel zu oft eine untergeordnete Rolle", so die CDU-Politikerin. Kritik übte Schröder aber auch an der eigenen Partei. "Auch wir in der Union sollten genau unsere Wortwahl überprüfen. So wird zum Beispiel der Fachkräftemangel gern dafür benutzt, zu kritisieren, dass viele Frauen für Kinder eine Auszeit nehmen. Die Familien sind aber nicht der Steinbruch für den Fachkräftemangel. Es muss möglich sein, im Job für ein, zwei Jahre die Arbeitszeit zu reduzieren", so Schröder, die auch auf ihre eigenen Erfahrungen als berufstätige Mutter verwies. "Ich selbst lebe als Chefin vor, dass Familie Zeit braucht. Ich vermeide Präsenzrituale und mache – wenn es irgend geht – keine Besprechungen nach 17 Uhr. Termine abends oder am Wochenende habe ich seit Lottes Geburt stark reduziert. Und ich erkläre dann bei den Absagen ganz offen, dass ich zum Beispiel diesen oder jenen Sonntag für meine Tochter reserviert habe. Das gleiche gilt übrigens auch für meinen Mann, der Staatssekretär im Innenministerium ist."

© dts Nachrichtenagentur





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