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Fachkräfte aus Krisenländern: Ökonomen loben Röslers Abwerbe Vorstoß

News von LatestNews 2082 Tage zuvor (Redaktion)
Führende Ökonomen in Deutschland haben die Ankündigung von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) ausdrücklich begrüßt, gezielt Arbeitskräfte aus wirtschaftsschwachen Euro-Staaten wie Portugal oder Spanien anzuwerben. "Für seine Initiative, Fachkräfte aus südeuropäischen Staaten mit hoher Arbeitslosigkeit anzuwerben, verdient Bundeswirtschaftsminister Rösler volle Unterstützung", sagte der Direktor des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), Klaus Zimmermann, "Handelsblatt-Online". "Denn dabei handelt es sich um einen klugen Vorschlag, der die wirtschaftliche Funktionsweise des Euro-Raums stärken kann und darüber hinaus Deutschland nutzen würde."

Lob kommt auch vom Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, der darauf hinwies, dass eine optimale Währungsunion durch die Mobilität gerade auch des Faktors Arbeit gekennzeichnet sei. "Insofern liegt in der Wanderung von Arbeitskräften ein wichtiger Ausgleichsmechanismus bei unterschiedlicher wirtschaftlicher Dynamik", sagte Hüther "Handelsblatt-Online". Wie Hüther sagte, ist die Arbeitslosigkeit in den Peripherieländern derzeit ein "riesiges Problem". Dabei sei die Jugendarbeitslosigkeit besonders drängend. Gleichzeitig habe Deutschland "in technischen Qualifikationen einen merklichen Engpass". Hier einen Ausgleich herbeizuführen, der temporär wirke, sei daher "naheliegend und richtig", betonte der IW-Chef. Die Fachkräftewanderung nach Deutschland helfe überdies dort wie hier. So unterstützten die deutschen Außenhandelskammern dies durch vermehrte Angebote an Deutschkursen. "Neben einer Beförderung der Mobilität ist es sinnvoll, strukturell durch einen Export unseres Systems der dualen Berufsausbildung in diese Länder dort einen Beitrag zu besseren Beschäftigungsmöglichkeiten für Jugendliche zu leisten", sagte Hüther. Auch IZA-Chef Zimmermann gab zu bedenken, dass mit der Schaffung des Euros und dem dabei erfolgten Verzicht auf das Flexibilisierungsinstrument der freien Wechselkurse klar gewesen sei, dass der Euro-Raum nur Zusammenwachsen könne, wenn er neben der Fiskaldisziplin auch die internen Anpassungen über Arbeitsmobilität ermögliche. Gleichwohl hätten die Euro-Staaten bei der Stärkung der Mobilität zwischen den Arbeitsmärkten versagt. So habe die EU-Osterweiterung zwar mehr Anpassungspotential gebracht. Aber es sei von Deutschland "in sträflichem Leichtsinn" nicht rechtzeitig genutzt worden.

© dts Nachrichtenagentur





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