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Exporte im April gestiegen

News von LatestNews 101 Tage zuvor (Redaktion)

Containerschiff
© über dts Nachrichtenagentur
Im April 2021 sind die Exporte in Deutschland gegenüber März 2021 kalender- und saisonbereinigt um 0,3 Prozent gestiegen, die Importe hingegen um 1,7 Prozent gesunken. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse am Mittwochmorgen mit. Demnach lagen die Exporte kalender- und saisonbereinigt 0,5 Prozent unter und die Importe 5,5 Prozent über dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.

Im April 2021 wurden von Deutschland Waren im Wert von 111,8 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 96,3 Milliarden Euro importiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2020 stiegen die Exporte im April 2021 um 47,7 Prozent und die Importe um 33,2 Prozent. Dieser Anstieg begründet sich auch durch das sehr niedrige Außenhandelsniveau des Vergleichsmonats, so die Statistiker. Die Außenhandelsbilanz schloss im April 2021 mit einem Überschuss von 15,5 Milliarden Euro ab. Im April 2020 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 3,4 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Überschuss der Außenhandelsbilanz im April 2021 bei 15,9 Milliarden Euro. Die deutsche Leistungsbilanz schloss unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel (+16,7 Milliarden Euro), Dienstleistungen (+2,1 Milliarden Euro), Primäreinkommen (+6,5 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (-3,9 Milliarden Euro) im April 2021 mit einem Überschuss von 21,3 Milliarden Euro ab. Im April 2020 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 10,0 Milliarden Euro ausgewiesen. In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im April 2021 Waren im Wert von 60,7 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 50,8 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber April 2020 stiegen die Exporte in die EU-Staaten um 58,6 Prozent und die Importe aus diesen Staaten um 44,8 Prozent. In die Staaten der Eurozone wurden im April 2021 Waren im Wert von 42,2 Milliarden Euro (+59,8 Prozent) exportiert und Waren im Wert von 34,6 Milliarden Euro (+40,5 Prozent) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden im April 2021 Waren im Wert von 18,5 Milliarden Euro (+55,9 Prozent) exportiert und Waren im Wert von 16,2 Milliarden Euro (+55,1 Prozent) von dort importiert. In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden im April 2021 Waren im Wert von 51,1 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 45,5 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber April 2020 nahmen die Exporte in die Drittstaaten um 36,5 Prozent und die Importe von dort um 22,3 Prozent zu. Die Exporte in das Vereinigte Königreich stiegen im April 2021 gegenüber dem Vorjahresmonat um 64,1 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Im Zeitraum Januar bis April 2021 sind aufgrund der Rückgänge in den Vormonaten die Exporte um 5,8 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum gesunken. Die deutschen Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im April 2021 gegenüber April 2020 um 0,6 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro ab. Am 1. Januar 2021 trat der zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich ausgehandelte Partnerschaftsvertrag vorläufig in Kraft. Mit dem Austritt aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion ist der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU endgültig vollzogen. Weitere Informationen zum Brexit sowie eine Auswahl statistischer Indikatoren, bei denen von einem Einfluss des Brexits auszugehen ist, bietet der "Brexit-Monitor" des Statistischen Bundesamtes. Im April 2021 stiegen die Exporte in die Volksrepublik China gegenüber April 2020 um 16,0 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro. Die Exporte in die Vereinigten Staaten nahmen um 59,9 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro zu. Die meisten Importe kamen im April 2021 aus der Volksrepublik China nach Deutschland. Von dort wurden Waren im Wert von 10,7 Milliarden Euro eingeführt (+13,3 Prozent zum Vorjahresmonat). Die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen im April 2021 um 2,2 Prozent auf einen Wert von 6,2 Milliarden Euro.

© dts Nachrichtenagentur



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