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EU-Kommission dringt auf höheres Impftempo

News von LatestNews 90 Tage zuvor (Redaktion)

Impfkabine
© über dts Nachrichtenagentur
Die Europäische Kommission fordert die EU-Staaten auf, im Kampf gegen die weitere Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus deutlich mehr zu tun als bisher. "Für die Ungeimpften und nur teilweise Geimpften ist die Delta-Variante eine echte Bedrohung", sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides der "Welt" (Samstagausgabe). "Solange wir kein höheres Niveau bei den Zweitimpfungen erreicht haben werden und die am meisten schutzbedürftigen Gruppen nicht geschützt sind, müssen wir wirklich alles tun, um die Übertragungskette der Delta-Variante zu unterbrechen."

Das bedeute, "dass unsere Anstrengungen, die Bevölkerung zu impfen, verdoppelt und die Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Gesundheit respektiert werden müssen". Außerdem müssten weitere "gezielte politische Maßnahmen" ergriffen werden, falls dies erforderlich sein sollte. "Es ist absolut notwendig, dass wir uns vollständig impfen lassen", sagte die Politikerin aus Zypern weiter. Es reiche eben nicht aus, sich nur einmal impfen zu lassen, wenn ein vollständiger Schutz zwei Impfdosen erfordere. "In diesem Sommer sind sichere und effektive Impfstoffe verfügbar und wir müssen jede Dose so schnell wie möglich verimpfen", forderte Kyriakides. Man werde im Sommer voraussichtlich damit rechnen müssen, dass die Delta-Variante des Coronavirus dominant sein wird. "Wir müssen das ernst nehmen und jetzt handeln, um eine neue Covid-Welle zu verhindern." Einerseits würden zwar immer mehr Menschen geimpft. "Aber gleichzeitig verbreiten sich immer ansteckendere und möglicherweise gefährlichere Varianten." Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) hat die absolute Zahl an Delta-Fällen seit der 21. Meldewoche zugenommen, von etwa 270 auf rund 470 in der 23. Meldewoche. Insgesamt, so das RKI, sei eine Verdoppelung des Delta-Anteils im Wochentakt auf derzeit 15 Prozent festzustellen. Gleichzeitig geht die Zahl der Ansteckungen in Deutschland, die von der dominanten Alpha-Variante (Anteil: 74 Prozent) verursacht werden, zurück. Die EU-Gesundheitsbehörde EDCD sagte in dieser Woche, dass die Delta-Variante laut wissenschaftlichen Erkenntnissen um 40 bis 60 Prozent übertragbarer sei als die zunächst in England aufgetretene Alpha-Variante. Die ECDC rechnet damit, dass schon Anfang August 70 Prozent aller Coronavirus-Neuinfektionen in der EU auf Delta zurückzuführen sein werden. Ende August dürften es dann bereits 90 Prozent sein.

© dts Nachrichtenagentur



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