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Der Bau der neuen Gigafactory des amerikanischen Automobilherstellers in Grünheide spaltet die Bevölkerung. Der Konzernchef Elon Musk versucht jetzt die Bedenken der Anwohner zu beschwichtigen.

Mit Protesten der Anwohner hat das amerikanische Unternehmen anscheinend nicht gerechnet. Elon Musk hat sich jetzt vor Kurzem auf Twitter gemeldet und will jetzt erst einmal einige Dinge klarstellen. Die größten Bedenken der Anwohner drehen sich um den Wasserverbrauch der neuen Gigafactory. In den Antragsunterlagen laut des Bundesimmissionsschutzgesetzes wurde ein Wasserverbrauch von 372 Kubikmeter angegeben, der aus dem öffentlichen Trinkwassernetz entnommen werden soll. Dies entspricht dem Verbrauch einer kleinen Stadt und Unternehmen, die keine entsprechende effiziente Wasserrückgewinnung haben, wie das Online Casino NetBet. Die Anwohner befürchten, dass die öffentliche Trinkwasserversorgung dadurch gefährdet werden. Elon Musk versucht die Anwohner zu beschwichtigen, in der Gigafabrik wird in Wahrheit nicht so viel Wasser benötigt. Der angegebene Wasserverbrauch bezieht sich nur auf eine Spitzennutzung, er repräsentiert aber auf keine Fälle den täglichen Wasserverbrauch.

Der zweite Kritikpunkt der Anwohner, die Rodung des 300 Hektar großen Firmengeländes. Der Firmenchef kann auch da Beschwichtigen. Auf dem Gelände stehe kein natürlicher Wald. Die Bäume wurden von einem Unternehmen zur Kartonherstellung angepflanzt und nur ein kleiner Teil davon würde für die Gigafabrik davon gerodet. Auch der Wirtschaftsminister Jörg Steinbach meldete sich zu dem Thema auf einer öffentlichen Informationsveranstaltung. Die Regierung sucht im Moment noch Ausgleichsflächen für die Neuanpflanzungen landesweit. Sobald die Flächen feststehen, werden sie bekannt gegeben, kündigte der Wirtschaftsminister an. Dort entsteht dann auch Mischwald und kein reiner Kiefernwald. Außerdem gibt Steinbach bekannt: "Abholzungen auf dem künftigen Fabrikgelände sind auch nur deshalb möglich, weil es sich um ein ausgewiesenes Gewerbegebiet handelt".

In den vergangenen Tagen demonstrierten auch einige Anwohner gegen die geplante Gigafabrik des amerikanischen Herstellers. Rund 200 Personen versammelten sich vor dem Gelände in der Gemeinde Grünheide im Oder-Spree-Kreis. Mit Schildern wie „Keine Großfabrik im Wald“ oder „Geheim verhandelt – Umwelt verschandelt“ protestierten die Anwohner gegen die Rodung, weitere Demonstrationen sollen aber nicht stattfinden. Die Gemeinde hat Angst, dass Personen mit rechter Gesinnung diese Plattform nutzen und das Milliardenprojekt für eigene Zwecke nutzen. Dem Leiter der Bürgerinitiative, Steffen Schorcht, wird vorgeworfen, dass er der AFD nahestehe. Laut ihm gab es massiven Druck auf die Mitstreiter und Redner, dass die Initiative sich nicht instrumentalisieren lasse.

Anscheinend hatten sich unter die Demonstranten in den letzten Wochen auch Vertreter der rechten Szene gemischt. Videoaufnahmen von den Demonstrationen bestätigten den Verdacht. Deswegen konzentriert sich die initiative jetzt erst einmal auf die Umweltverträglichkeit der Gigafabrik. Laut Schorcht gibt es dort noch einiges zu tun und weitere Aktionen werden auf jede Fälle noch stattfinden.

Um jedem falschen Gerücht entgegenzutreten, hat das amerikanische Unternehmen ein Bürgerbüro in der Gemeinde eröffnet und bietet in persönlichen Gesprächen Informationen an. Tesla will mit der Produktion am Ende dieses Jahrs beginnen und bis zu 500.000 Fahrzeuge im Jahr bauen. Unter anderem sollen in Grünheide die Modelle 3 und Y der amerikanischen Firma gebaut werden. Elon Musk hatte den Bau der Anlage Ende letzten Jahres auf einer Preisverleihung angekündigt.



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