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Elfenbeinküste: Deutscher Botschafter entgeht Bürgerkriegsgewalt nur knapp

News von LatestNews 2065 Tage zuvor (Redaktion)
Stephan Keller, 65, deutscher Botschafter in der Elfenbeinküste, ist nur knapp der Bürgerkriegsgewalt entkommen. Begleitet von Personenschützern des Bundeskriminalamts (BKA), war Keller am 27. März zu einem privaten Mittagessen in einem Restaurant unterwegs, als ihn gegen 13 Uhr eine Straßensperre der Polizei stoppte, berichtet der "Spiegel". Zehn bis zwölf Bewaffnete forderten den Botschafter zum Aus steigen auf.

Die Männer, dem Augenschein nach der maritimen Polizei zuzuordnen, verlangten die Herausgabe der Waffen und weiterer Ausrüstungsgegenstände des BKA-Kommandos und konfiszierten die Pässe der Deutschen. Die Situation eskalierte, als Jugendliche aus den Slumvierteln dazu stießen. Nachdem die einheimischen Polizisten die BKA-Beamten entwaffnet und zur Umkehr aufgefordert hatten, attackierte die aufgebrachte Menge die Deutschen mit Steinen. Während der gepanzerte Wagen des Botschafters weitgehend unbeschädigt blieb, wurde am zweiten Botschaftswagen, einem ungepanzerten Mercedes, die Heckscheibe zerstört; Keller und seine Personenschützer entkamen unverletzt. Später brachten ivorische Polizisten die Ausrüstung der BKA-Leute in die Botschaft zurück und entschuldigten sich. In Absprache mit dem Auswärtigen Amt in Berlin beschränkt der Botschafter seine Fahrten seitdem "auf das strikt Notwendige", versicherte er den Kollegen in Berlin.

© dts Nachrichtenagentur





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