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DIW stützt Röttgens Kritik an Stromkonzerne

News von LatestNews 1721 Tage zuvor (Redaktion)

Norbert Röttgen
© Deutscher Bundestag / photothek.net / Thomas Trutsche, Text: dts Nachrichtenagentur
Die Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Claudia Kemfert, unterstützt den Vorwurf von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) an die Stromproduzenten, sie würden durch eine willkürliche Erhöhung von Strompreisen die Energiewende unterlaufen. "Die Warnungen vor Strompreisexplosionen sind übertrieben, da es genauso viele preissteigernde wie -senkenden Faktoren gibt", sagte Kemfert "Handelsblatt-Online". Die Energiewende werde auf diese Weise "unnötig schlecht geredet und eine rückwärtsgewandte Diskussion geführt. Es wäre besser, eine zukunftsgewandte Diskussion über die Chancen der Energiewende zu führen."

Röttgen hatte den Stromversorgern vorgeworfen, sie würden ihre Erhöhungen zum Teil falsch begründen. "Dafür habe ich kein Verständnis, denn dies riecht nach Abzocke der Verbraucher und bringt die Energiewende in Verruf." Kemfert sagte dazu, es gebe derzeit in der Tat keine Begründung für höhere Strompreise. Die Börsenpreise seien niedrig, die CO2-Preise sehr niedrig und die Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien sei dieses Jahr sogar konstant geblieben. "Viele Konzerne verunsichern zudem die Bürger, indem sie vor Deindustrialisierung, Strompreisexplosionen und Blackouts warnen und dabei die Chancen verkennen, die in der Energiewende liegen." Die Energiewende führe konkret zu enormen Investitionen, die wiederum Wertschöpfung und Arbeitsplätze entstehen ließen. "Wichtig ist aber, dass die Politik die Weichen für die Energiewende jetzt stellt", fügte Kemfert hinzu. Die Netze und Stromspeicher müssten rasch ausgebaut und die Energieeffizienz vor allem im Bereich Gebäude und Mobilität verbessert werden, sagte die DIW-Ökonomin. Zudem müsse eine verantwortliche Institution geschaffen werden, "die den Masterplan umsetzt und dafür die Verantwortung trägt".

© dts Nachrichtenagentur





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