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DIW-Ökonomin sieht Rösler bei Energiewende am Zug

News von LatestNews 1890 Tage zuvor (Redaktion)

Philipp Rösler
© Deutscher Bundestag/Thomas Trutschel/photothek.net, Text: dts Nachrichtenagentur
Die Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Claudia Kemfert, hat Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) zu größeren Anstrengungen bei der Umsetzung der Energiewende aufgefordert. "Eine kluge Energiewende schafft wirtschaftliche Vorteile, erhöht die Wettbewerbsfähigkeit und schafft Arbeitsplätze", sagte Kemfert "Handelsblatt-Online". Eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit entstehe insbesondere durch das Energiesparen und die Energieeffizienzverbesserung.

"Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz fallen in den Aufgabenbereich des Wirtschaftsministeriums." Insofern habe Röslers Kabinettskollege, Umweltminister Peter Altmaier (CDU), Recht, wenn er sage, dass die Ziele im Bereich Energieeffizienz und Elektromobilität mit den "derzeitig unzureichenden Maßnahmen" nicht erreicht werden könnten. Damit kritisiere er vor allem den Wirtschafts-, aber auch den Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). Kemfert warnte davor, nun die Ziele der Energiewende in Frage zu stellen oder gar das Projekt insgesamt für gescheitert zu erklären. Stattdessen solle die Politik jetzt die "richtigen Weichen" für mehr Energieeffizienz, Netzausbau sowie kluges Marktdesign stellen. Nötig seien intelligente Netze, mehr Speicher sowie ein "kluges" Marktdesign, das nicht nur die Angebots-, sondern auch die Nachfrageseite miteinbeziehe. "Vor allem bedarf es eine Bündelung der Kompetenzen", unterstrich die Ökonomin. Die Energiewende sei ein Mammutprojekt, das "viele Jahrzehnte" brauche. Man könne nicht erwarten, dass alles in einem Jahr passiere und umgesetzt werde. "Jetzt umgesetzt werden sollten allerdings die wichtigen und notwendigen Maßnahmen und das kann nur ein Energieminister, wenn es ihn denn gäbe." Aber auch die Idee von SPD-Chef Sigmar Gabriel sei "gar nicht so falsch, der für die Einrichtung einer Agentur wirbt, welche die Ziele bündelt und eine Plattform für einen Austausch bietet sowie Empfehlungen erarbeitet", fügte Kemfert hinzu.

© dts Nachrichtenagentur





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