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Geldautomaten und EC-Karten gehören seit geraumer Zeit zu unserem Leben. Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit zu jeder Tages- und Nachtzeit mit Hilfe einer kleinen Plastikkarte Geld abzuheben. Doch diese Selbstverständlichkeit ist noch gar nicht so alt, zumindest in der uns bekannten Variante. Bankautomaten finden sich an fast jeder Ecke in einer Stadt, es wird einem wirklich einfach gemacht überall schnell und unkompliziert Geld abzuheben. Ebenso sind Plastikkarten nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Eine Vielzahl an verschiedenen Unternehmen bieten Ihren Kunden Plastikkarten in Form, von Bonus-, Mitglieds- oder eben auch Bankkarten an. Doch wo und wann entstand der Bankautomat und die EC Karte? Im Verlauf des Textes geht es um die Geschichte des Bankautomaten. Mit ihr verbunden ist natürlich die Geschichte der EC-Karte. Auf diese wird hier nur kurz eingegangen.

Der 1. Bankautomat – eine Karriere die nur schleppend voran ging

Der aus der Türkei stammende Armenier George Luther Simjian entwickelte den ersten Bankautomaten, der 1939 in der City Bank of New York in Betrieb genommen wurde. Im Nachhinein betrachtet war seine Erfindung sensationell- was die Kunden damals nicht fanden. Wegen mangelnden Interesses wurde der Betrieb nach sechs Monaten wieder eingestellt. Donald Wetzel, Marketingexperte für eine Firma, die sich der Produktion von Geräten zur automatischen Gepäckabwicklung für Fluggesellschaften verschrieben hatte, war das ewige Warten in der Bank Leid und konzipierte 1968 mit Ingenieur-Kollegen und ausgestattet mit einen fünf Millionen Dollar Budget eine Maschine, die es Bankkunden ermöglichte, mit Hilfe einer Bankkarte und einer persönlichen Geheimzahl Geld abzuheben.  Dieses Mal wurde die Erneuerung wohlwollender von den Kunden aufgenommen: die ersten Automaten gingen 1971 in Betrieb, eine technisch bessere Version der Geräte kam 1973 auf den Markt. Lange Zeit später, im Jahr 2013, gab der Schotte John Shepherd-Barron als Ehrengast auf einer Konferenz der Geldautomaten-Industrie eine kleine Anekdote zum Besten: 1965 verpasste er nur knapp die Öffnungszeiten seiner Bank, er brauchte Bargeld und wollte einen Scheck einlösen. Frustriert ging er nach Hause, setzte sich in die Badewanne und machte sich Gedanken: am Bahnhof gab es schon Automaten, die Süßigkeiten ausgaben, wenn man Geld rein steckte, warum sollte es so etwas nicht auch in ähnlicher Form für Schecks und Bargeld geben? Shepherd-Barron selber war Manager einer Firma, die Zählautomaten produzierte, er wusste dass es technisch machbar sein müsste. Er entwickelte Geldautomaten, die ab 1967 in der Barclays Bank in London ihren Dienst taten. Diese Automaten waren noch ohne Computeranbindung und ohne Bankkarte, der Automat prüfte lediglich eingeschobene Schecks, identifizierte den Kunden mit einer persönlichen Geheimzahl und zahlte den Gegenwert des Schecks aus. Allerdings höchstens nur zehn Pfund.

Die Entwicklung der Debikarten (Bankkarten)

Die ersten Bankautomaten wurden wie schon geschrieben ohne eine Karte genutzt. Das Kartensystem wurde erst einige Zeit später entwickelt. In diesem Zusammenhanggibt es zwei Entwicklungsursprünge: Europa (eurocheque Karte  Hiervon wurde auch der Begriff EC-Karte abgeleitet) und die USA (ATM-Karte). Die eurocheque-Karte wurde ab 1968 ausgegeben. (Quelle: www.spc-world.de) Mit der Karte konnte noch nicht bezahlt werden, sie war eine Garantiekarte zum Einlösen der damals verwendeten eurocheques und Kennzeichnete den Inhaber und berechtigen Vertreter einer Bank. Mit der Zunahme von Geldautomaten, wurde in den 70er und 80er Jahren die Funktion der Karte erweitert: Nun konnte mit den Karten auch Geld abgehoben werden. In den USA wurden dagegen erst in den 70er Jahren die ersten ATM-Karten ausgegeben. Mit diesen Karten konnte der Kunde mit Hilfe einer PIN Nummer Geld an den Automaten seiner Hausbank ziehen. Durch die zunehmende Globalität entwickelte sich ein Geldautomaten System indem sich mehrere Banken zusammenschlossen. Beide Karten benötigten jedoch zum Abheben des Geldes eine Möglichkeit, dass der Automat die Karte auch erkennt. Hierzu wurde ein Chip verbaut. Auch bei der Entwicklung des Chips gibt es verschiedene Personen die an der Entwicklung beteiligt waren. 1969 reichten die Erfinder Jürgen Dethloff und Helmut Gröttrup ihre Idee einer Chipkarte beim Patentamt ein. Im Focus der Idee stand ein Chip mit integriertem Schaltkreis, der die Identifikation ermöglichte. Vorgesehen war eine Drahtlose Übertragung, die wiederum zur RFID Technik führte. Das Patent wurde beiden jedoch erst im Jahre 1982 erteilt. Weitere Patente diesbezüglich wurden von dem Franzosen Roland Moreno 1975 beantragt sowie 1977 von Vernon Schatz aus den USA.

Die Liaison von Geldautomat und Chipkarte

Das Prinzip der Authentifizierung durch eine persönliche Geheimnummer, die auf einer Kundenkarte gespeichert ist, entwickelte der britische Ingenieur James Goodfellows. Trotz allem waren die Geldinstitute skeptisch, sie stuften die Sicherheit des neuen Systems als nicht ausreichend ein und sorgten sich um die geringen Informationskapazitäten der Karten. Folglich wurden die neuen Auszahlsysteme nur begrenzt von den Banken eingesetzt. Die erste Generation von Bankautomaten, die die heutige Bauform und Benutzung aufweisen, kam 1972 in der Lloyds Bank in London zum Einsatz. Diese Automaten waren online mit dem jeweiligen Konto vernetzt und erfreuten sich größerer Beliebtheit als die Vorgängermodelle, sie wurden bereits in die USA exportiert.  Die Einführung der heute gängigen Bankkarten begründete die zweite Generation der Automaten. Computergestützt konnten bessere Betriebssysteme eingesetzt werden, was die Kundenfreundlichkeit erhöhte. Die nächste Generation der Automaten beruhte auf Bankkarten, die nahezu alle mit Magnetstreifen weltweit einheitlichen Standards ausgestattet waren.  Die heutige Generation der Bankautomaten arbeitet mit Karten, die über einen Magnetstreifen und einen Chip verfügen, der als Sicherheitsmerkmal dient und den Magnetstreifen in Zukunft wohl vollständig ersetzen wird. Allein in Deutschland sind 60.000 Geldautomaten im Einsatz (Stand: 2011), weltweit sind es über 1,7 Millionen. 




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