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Deutsche Firmen fordern mehr Kitaplätze

News von LatestNews 1589 Tage zuvor (Redaktion)

Mann mit Kind
© dts Nachrichtenagentur
Die deutsche Wirtschaft fordert die Politik auf, mehr für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unternehmen. "Der Ausbau der Kitaplätze schreitet viel zu langsam voran. Die Politik muss dringend ihre Hausaufgaben machen", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, der "Welt" (Montagausgabe).

Neun von zehn Betrieben erwarteten rasche Abhilfe, und zwar nicht nur für die Betreuung von unter Dreijährigen, sondern auch für die von Schulkindern, sagte Driftmann. "Denn der Engpass an Betreuungsplätzen wird für die Betriebe zum immer größeren Ärgernis." Driftmanns Forderung stützt sich auf eine neue Umfrage des DIHK zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die der Zeitung vorliegt. Rund 2.000 Unternehmen wurden dafür befragt und den Ergebnissen zufolge stehen flexiblere und längere Öffnungszeiten von Kindertagesstätten ganz oben auf dem Wunschzettel der Unternehmen. 55 Prozent von ihnen sehen dies als "dringend notwendig an", gut ein Drittel immerhin noch als "notwendig". Fast ebenso wichtig sind für die Betriebe mehr Betreuungsplätze für Kleinkinder und Schüler. Die vergangenen fünf Jahre hätten hier offenbar "keine spürbaren Fortschritte gebracht", heißt es in der Auswertung der Umfrage, denn die Bedeutung des Themas sei im Vergleich zu einer ähnlichen Umfrage im Jahr 2007 gleich groß geblieben. Nach Erkenntnissen des DIHK schließen fast zwei von drei Grundschulen spätestens zwischen 15 und 17 Uhr, nur sechs Prozent böten eine Betreuung nach 17 Uhr an. "Das stellt die Eltern, die länger arbeiten, sowie ihre Arbeitgeber vor große Schwierigkeiten", heißt es in der Auswertung zur Umfrage. "Um dieses Engagement zu unterstützen, muss die Politik bürokratische Hürden beim Errichten vor allem von betrieblichen Kindertagesstätten beseitigen", fordert DIHK-Präsident Driftmann. Alleine die Erfassung und Recherche der häufig intransparenten und in den Ländern und Kommunen unterschiedlich gehandhabten bau- und versicherungsrechtlichen Vorschriften bedeute einen großen Aufwand. Das gleiche gelte für die Nutzung von kommunalen Fördergeldern, um die Betreuungsangebote für die Mitarbeiter bezahlbar zu halten. Driftmann fügt hinzu: "Das alles ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Unternehmen nicht Ausputzer für Bund, Ländern und Kommunen sind."

© dts Nachrichtenagentur





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