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Der weltweit erste geheilte Aids-Patient ist offenbar doch nicht gänzlich HIV-frei

News von LatestNews 1735 Tage zuvor (Redaktion)
Im Körper des ersten als geheilt geltenden Aids-Patienten Timothy Ray Brown sind offenbar doch Partikel des Aids-Erregers HIV vorhanden. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus" unter Berufung auf Browns Arzt, den Hämatologen Gero Hütter. Der Mediziner berichtete "Focus", Ärzte in San Francisco hätten in der Darmschleimhaut des 46-Jährigen "Spuren von HIV" entdeckt.

Brown selbst spricht in einer schriftlichen Stellungnahme für "Focus" von "toten Partikeln". Hütter und Kollegen schienen 2007 in Berlin bei dem damals in Deutschland lebenden US-Amerikaner, der neben seiner HIV-Infektion auch an Leukämie litt, mit einer gegen den Blutkrebs gerichteten Knochenmarksübertragung das Virus eliminiert zu haben. Die Ärzte wählten Knochenmark von einem Spender mit einem Abwehr-Gen gegen HIV aus, seitdem galt Brown als HIV-frei. Trotz des neuen Befundes aus San Francisco seien in seinem Blut keine Viren nachweisbar, sagte Hütter "Focus". Die neuerliche Nachweisbarkeit der HIV-Partikel könnte nach "Focus"-Informationen auf einen Messfehler oder erneuten Kontakt mit dem HI-Virus zurückzuführen oder ein Überbleibsel der alten Infektion sein. Ungeachtet dessen beginnt das kalifornische Unternehmen Sangamo BioSciences in diesen Tagen eine Versuchsstudie mit 29 HIV-Infizierten, in der Sangamo das Prinzip der Behandlung an Brown nachahmen will. Die Sangamo-Forscher planen dabei "Focus" zufolge, die Immunzellen der Patienten gentechnisch so zu verändern, dass die Zellen gegen den Aids-Erreger immun werden.

© dts Nachrichtenagentur





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