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De Maizière: Zahl der Einbrüche "alarmierend hoch"

News von LatestNews 783 Tage zuvor (Redaktion)

Thomas de Maizière
© über dts Nachrichtenagentur
Die Zahl der Einbrüche in Deutschland ist nach den Worten von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) "alarmierend hoch". Einbruch werde "zunehmend" zu "international organisierter Bandenkriminalität", sagte de Maiziere dem Nachrichtenmagazin "Focus". Die Chefs säßen in den Balkanstaaten, in Georgien, in Russland.

"Internationale Bandenkriminalität ist schwerer zu bekämpfen als der Dieb um die Ecke." Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) warnte vor einer Einbruchswelle in den kommenden Monaten. "In der dunklen Jahreszeit werden die Einbruchszahlen noch einmal deutlich steigen", sagte BDK-Chef André Schulz zu "Focus". Er plädierte für eine höhere Strafandrohung. Einbruch müsse mit Raubdelikten gleichgestellt werden. Um Einbrecher besser zu bekämpfen braucht Deutschland laut Schulz "länderübergreifende polizeiliche Strukturen". Bisher koche jedes Bundesland bei Einbruchsermittlungen "sein eigenes Süppchen". Der Staat unternimmt nach Ansicht einer deutlichen Mehrheit der Deutschen (56 Prozent) nicht genug, um Einbrüche zu verhindern oder aufzuklären. In einer Emnid-Umfrage für "Focus" sagten 35 Prozent der Befragten, sie seien zufrieden mit dem Handeln des Staates gegen Haus- und Wohnungseinbrecher. In Berlin (25 Prozent), Bayern (29 Prozent) und Baden-Württemberg (30 Prozent) waren es deutlich weniger als der Durchschnitt. Unter den Anhängern der Partei AfD zeigten sich 75 Prozent mit dem staatlichen Schutz vor Einbrechern unzufrieden, im Lager von Union und SPD waren es jeweils 59 Prozent, unter Sympathisanten der Grünen 54 Prozent und denen der Linkspartei 50 Prozent. Je älter die Menschen, umso größer ist der Anteil der Unzufriedenen: Bei den über 65-Jährigen sind es 69 Prozent, bei den 40- bis 49-Jährigen 53 Prozent und in der Altersgruppe von 14 bis 29 Jahren 40 Prozent. Deutschlandweit registrierten die Behörden im vorigen Jahr 149.500 Einbrüche, 31 Prozent mehr als 2009. Einige Flächenländer verzeichneten deutlich stärkere Zuwächse, etwa Baden-Württemberg (plus 52 Prozent), Bayern (plus 41 Prozent) oder Niedersachsen (plus 40 Prozent).

© dts Nachrichtenagentur





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