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Das iPad.Jeder kennt es, viele haben es, noch mehr reden sich ein, es zu brauchen.
Doch was bringt es wirklich ? Um dieser Frage nachzugehen, muss man sich definitiv mit einigen Kriterien auseinandersetzen, die diesen Tablet-Pc ausmachen.
Wir befinden uns in einer Gesellschaft, die ständig neuen Technologien ausgesetzt wird, die das Leben erleichtern, gar einfacher machen sollen. Um einem Kunden sein Produkt verkaufen zu können, muss man ihm erst ein Problem unterstellen, sagte bereits sinngemäß ein berühmter französischer Kosmetikhersteller.
Dies scheint wahr zu sein, betrachtet man in heutiger Werbung die Versprechungen, die uns gemacht werden, um die Probleme, die wir eigentlich gar nicht haben sollten, beheben zu können. So soll auch das iPad Segen bringen. Es kann viel, es ist handlich, portabel, schick und zukunftsorientiert, und vor allem eins : Teuer.
Apple wirbt mit einem "unglaublichen Preis" von exakt 499€ ... für das günstigste Modell, das dann auch nur unter dem heimischen Wlan Anschluss oder in Open-Zones, wie Starbucks und Mc Donald's benutzt werden kann. 3G Mobilverbindung ? Nicht zu dem Preis. Das beginnt dann ab 599 €. Sie merken, nach Oben geht es schnell, Einhundert Euro mehr für mobiles Internet, das ohne einen Vertrag ( in der Regel über 30 € im Monat ) nicht verfügbar ist. Es gibt auch Mobillösungen, die stündlich bezahlt werden, das Geschäft machen die Anbieter dann durch die Versuchung ständig online zu sein, seine Mails öfter abzurufen als notwendig, und bequem unterwegs jegliche Zeitungsapps zu durchblättern, die auch abonniert werden müssen. Zugegeben: Spaß macht das Gerät, und die intuitive Bedienung begeistert den Nutzer beim Lesen von Nachrichten, dem einfliegen lassen von Kommentaren zu Bildern, lediglich durch einen Fingerwisch.
Doch diese Abonnements kosten auch wieder. Am Beispiel der " Frankfurter Rundschau" : Das Abonnement kostet 33,25 Eur/ mtl., die App nur 17,90€/mtl.
Doch könnte man 18 Monate die Zeitschrift abbonieren, bevor man allein die Kosten für ein iPad mit 3G ausgeglichen hat, und 3G muss es haben, denn die Zeitung kann man schließlich auch überall mit hinnehmen.
Dieses kleine, nur grob ausgeführte Rechenexempel zeigt jedoch deutlich, dass das iPad sehr lange genutzt werden müsste, bevor es sich als mobiler Zeitungsersatz ohne Druckerschwärze an den Fingern lohnt.
Man versucht das iPad stets in eine Schublade zu stecken, doch wenn es dann von den altbekannten Möglichkeiten überholt wurde, retten sich die Befürworter des Geräts, indem sie deutlich hervorheben, das iPad ist ein Alleskönner. Zustimmung bekommen sie von vielen Seiten, das iPad kann sehr viel, mehr als verlangt, doch kann es nichts richtig. Man kann darauf spielen, die Software ist günstig zu erwerben, doch die Grafik überzeugt selten und die Komplexität der Software wurde zumeist abgekupfert von den großen Konsolenvorlagen und beinhaltet häufig nur Bruchteile des Originals. Logischerweise hat man dann nicht wirklich gespart: weniger Inhalt für weniger Geld geht auf.
Die Abo-Apps sind selten ein Schnäppchen, häufig bietet sich die altbekannte Methode auf Papier als günstigere Alternative an.
Das iPad verfügt über keine Slots für USB-Sticks, SD-Cards, oder ähnliche Datenträger und die verankerte Hardware ist nicht erweiterbar. Faktisch bleibt das iPad ein Lifestyleprodukt,das laufende Kosten verursacht.
Ein entscheidender Faktor ist auch die Handlichkeit.
Das iPad hat eine große, leicht bedienbare Touchscreen- Tastatur, die gegenüber dem iPhone aufgrund der Displaygröße klare Vorteile aufweist. Sie hängt nicht und reagiert zuverlässig, auch auf flüchtige Berührungen. So kann man ohne ständiges kontrollieren, ob Alles Geschriebene stimmt, bedenkenlos schreiben.
Doch wie soll man darauf schreiben ? Hält man das Gerät in einer Hand und tippt mit der Anderen ? Nein, das definitiv nicht, denn das Tablet ist zu groß und schwer, um es mit einer Hand dauerhaft bequem halten zu können. Die iPad Werbung impliziert hingegen eine Methode, die spielend leicht mit einer Hand aussieht, jedoch in der Realität nach wenigen Minuten absolut unbequem wird.
Also muss eine Halterung für das Gerät her... Stopp, die kostet schon wieder. Und das bei Apple selbst knapp 60 Euro. Das sorgt für ein wenig weniger Flexibilität und fällt negativ auf, soll das iPad doch flexibel einsetzbar bleiben.
Überzeugend ist die Akkulaufzeit, doch kann das iPad nichts, das es Wert wäre, diese auszunutzen. Musik abspielen kann jedes kleinere Produkt von Apple doch auch, und das weitaus günstiger.
Das gleiche Spiel mit den Videos, auch wenn der Display hier überzeugt in Qualität und Größe.
Eine wahre Alternative zu einem leistungsfähigen Netbook günstigerer Preisklassen ist es definitiv nicht, es fehlen wahre Office Programme und notwendige Anschlüsse um die Dateien zu transferrieren.
Das Fazit ist klar : Das iPad bietet Multimedia Angebote en masse, der App-Store ist prall gefüllt und die Angebotsmenge steigt stetig an, doch ist das Gerät unverhältnismäßig teuer und ersetzt kein Netbook, das mit seinen zahlreichen Anschlüssen, größeren Festplatten und den Office- Programmen mehr bieten kann. Als Spielekonsole taugt es auch nicht wirklich, ist die Grafik doch nicht brachial und die Spiele meist nur oberflächliche Gelegenheitsoptionen zu ihren großen Konsolenbrüdern. Ausnahmen gibt es jedoch.
Die Handlichkeit ist nicht wirklich vorhanden, man muss es nach kurzer Zeit doch mit beiden Händen halten, oder auf eine Halterung stellen.
Zubehör ist teuer, aber notwendig, daher unterstützt es wiederum nur sinnlos Apple. Netbooks besitzen bereits eine Tastatur, und man betatscht nicht den Bildschirm, greifen sie also lieber bei den "Zu-Klapp-Pcs" zu.
Jedoch ist das iPad eine schöne Spielerei für zwischendurch und begeistert in seiner intuitiven Bedienmöglichkeit.
Ich bleibe beim Netbook und warte gespannt auf die neue Generation der Tablets.




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