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Bundesforschungsministerin Schavan: Vereinbarte Studienplätze müssen geschaffen werden

News von LatestNews 1982 Tage zuvor (Redaktion)

Vorlesung an der Universität Kiel
© Uni Kiel / Kröger/Dorfmüller, über dts Nachrichtenagentur
Angesichts des Rekord-Ansturms auf die Universitäten hat Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) die Umsetzung der Versprechen des Hochschulpakts angemahnt. "Ich erwarte, dass die vereinbarten Studienplätze geschaffen werden", sagte die Ministerin im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Ich wünsche mir jetzt, dass alle Länder den Hochschulpakt als Chance begreifen, in einen Wettbewerb um die attraktivsten Studienbedingungen einzutreten."

Dieses Jahr mit doppelten Abiturjahrgängen in zwei Bundesländern und der Aussetzung der Wehrpflicht sei eine besondere Herausforderung. Dass gleichzeitig die Lust aufs Studieren wachse, verstärke den Run auf die Universitäten. "All das haben wir gewusst und gewollt", so Schavan. Der Bund habe deshalb "ein riesiges Extra bereitgestellt - 4,7 Milliarden Euro bis 2015". Zur Rolle des Bundes sagte sie: "Wir haben geliefert." Schon in wenigen Jahren stünden für 100 Akademiker, die in Ruhestand gehen, nur 90 neue bereit, erklärte Schavan. "Wir können nicht montags über fehlende Fachkräfte klagen und nach Zuwanderung rufen und dienstags Schülern sagen, dass mit den Studienplätzen alles ganz schwierig ist." Die Bundesministerin bedauerte, dass das neue System der Studienplatzbewerbung noch nicht in Betrieb ist: "Ich erwarte, dass alle Beteiligten mit Hochdruck an der Beseitigung der Probleme arbeiten, sodass das Online-Zulassungsverfahren so schnell wie möglich an den Start gehen kann." Das System konnte laut Schavan noch nicht an den Start gehen, weil sich einige Hochschulen, "nicht rechtzeitig darum gekümmert haben, dass die neue Software angeschlossen werden kann". Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Margret Wintermantel, sagte "Focus", "gerade jetzt hätten wir diese Software dringend gebraucht". Hunderte von Experten seien von den Hochschulen für das Online-Zulassungsverfahren geschult worden, um den Ansturm des "starken Jahrgangs" ordentlich bewältigen zu können. Der verpatzte Start der angeblichen Zaubersoftware sei "enttäuschend und ärgerlich". Junge Frauen, die dieses Jahr einen Studienplatz suchen, forderte die HRK-Chefin auf, die Wahl ihres Traumberufs zu überdenken. Im Ingenieurbereich seien am ehesten freie Plätze zu erwarten - und auf diese sollten sich Abiturientinnen bewerben. "Wir brauchen im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich, in den so genannten MINT-Fächern, mehr Absolventen als je zuvor." Die Universitäten forderte Wintermantel auf, "sich viel mehr einfallen zu lassen, um technische und naturwissenschaftliche Berufe für Frauen attraktiv zu machen".

© dts Nachrichtenagentur





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