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Bundesbank-Chef ist optimistisch für 2015

News von LatestNews 705 Tage zuvor (Redaktion)

Jens Weidmann
© Deutscher Bundestag / Lichtblick/Achim Melde, Text: über dts Nachrichtenagentur
Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, ist für 2015 optimistisch. "Nach derzeitigem Stand und wenn der Ölpreis so niedrig bleibt, wird die Inflation noch niedriger als gedacht, das Wachstum aber besser", sagte er der F.A.S.. Vor diesem Hintergrund ist der Bundesbankpräsident sicher, dass Europa Käufe von Staatsanleihen – so wie von der Europäischen Zentralbank (EZB) angedacht – nicht braucht, um wieder zu wachsen.

"Europa geht es nicht so schlecht wie mancher glaubt", sagte er in der F.A.S.. Die Prognosen sagten vielmehr eine Erholung im Euroraum voraus. Dazu kommt das billige Öl, das wirke wie ein Konjunkturprogramm. "Uns wird ein Konjunkturprogramm geschenkt, wozu also noch geldpolitisch eins draufsetzen?", fragte Weidmann in der F.A.S.. Dass die Märkte schon lange auf Anleihekäufe drängen und sie erwarten, "sollte für unsere Entscheidungen im EZB-Rat am Ende nicht ausschlaggebend sein." Weidmann warnte in deutlichen Worten vor den Plänen der EZB, Anleihen der Euro-Staaten in großem Umfang zu kaufen. "Für die Verluste aus diesen Käufen haften die Notenbanken im Euroraum gemeinsam – und damit am Ende die Steuerzahler", sagte Weidmann in der F.A.S.. "Mich irritiert, dass in der öffentlichen Debatte in letzter Zeit immer nur noch eine Frage im Raum steht: Wann kauft ihr denn endlich?" Die Bundesregierung sieht er ebenfalls nicht auf dem richtigen Weg – und kritisierte insbesondere die Entscheidungen zur Rente mit 63. "Durch eine höhere Erwerbsbeteiligung auch älterer Jahrgänge lässt sich das Wachstumspotenzial verbessern. Nicht alle politischen Entscheidungen der jüngsten Zeit waren da hilfreich." Den wachsenden Nationalismus in Deutschland beobachtet Weidmann mit Sorge und sieht ihn auch als Folge der Eurokrise. "Die Eurokrise hat sicherlich auch das Vertrauen in das Wirtschaftssystem erschüttert, die Schuldigen werden gesucht und schnell ausgemacht: entweder der Euro oder die Nachbarn." Insofern hätten auch eurokritische Gruppierungen Auftrieb erhalten. "Damit müssen wir uns auseinandersetzen." Er warb dafür, nicht jegliche Kritik an europäischer Krisenlösung beiseite zu wischen, sondern vernünftige Politik zu machen und diese besser zu erklären.

© dts Nachrichtenagentur





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