Anmelden

Benutzername:

Passwort:

Merken

Bosbach nach Pariser Terror-Attacke: Westliche Werte entschlossen verteidigen

News von LatestNews 695 Tage zuvor (Redaktion)

Wolfgang Bosbach
© Deutscher Bundestag / Thomas Koehler/photothek.net, Text: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), hat angesichts des Anschlags von Paris dazu aufgerufen, die westlichen Werte entschlossen zu verteidigen. "Dieser verheerende Anschlag galt nicht nur dem Magazin `Charlie Hebdo`, sondern der Meinungs- und Pressefreiheit generell und damit wichtigen Grundrechten und Werten", sagte er der "Mitteldeutschen Zeitung" (Donnerstagausgabe). "Umso wichtiger ist es, dass wir die Werte entschlossen gegen alle verteidigen, die sie bekĂ€mpfen. Es darf kein Nachgeben und keine Kompromisse geben, die unsere freiheitliche Ordnung erschĂŒttern könnten." Ähnlich Ă€ußerte sich FDP-Chef Christian Lindner: "Wenn westliche Werte wie bei diesem feigen Terrorakt angegriffen werden, werden wir sie umso entschiedener verteidigen. Die Freiheit von Kunst, Religion und Meinung, Toleranz und die Freiheit von Ressentiments lassen wir uns von keinem nehmen."

Der Vize-Vorsitzende der GrĂŒnen-Bundestagsfraktion, Konstantin von Notz, erwartet Konsequenzen nach dem Terroranschlag auf die religionskritische französische Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo". "Die StĂ€rke unserer Demokratie beweist sich in der entschlossenen, rechtsstaatlichen und besonnenen Reaktion auf derart barbarische Akte", sagte von Notz dem "Handelsblatt" (Online-Ausgabe). "Als Demokratinnen und Demokraten sagen wir klar: Wir werden es nicht zulassen, dass diejenigen, die das friedliche Zusammenleben und unsere Freiheit angreifen, Erfolg haben werden." Den Anschlag in Paris bezeichnete von Notz als "blutigen Akt der Barbarei". "Unsere SolidaritĂ€t und unser MitgefĂŒhl gelten den Angehörigen der Opfer, den Verletzten und der Redaktion von `Charlie Hebdo`", sagte der GrĂŒnen-Politiker. "Der Anschlag auf ein Satire-Magazin ist ein gezielter Anschlag auf unsere freien Gesellschaften." Die HintergrĂŒnde der Tat mĂŒssten nun "möglichst rasch und umfassend" aufgeklĂ€rt werden. SPD-GeneralsekretĂ€rin Yasmin Fahimi erklĂ€rte, dass die Attacke auf die Pariser Satire-Zeitschrift ein Anschlag "auf unsere grundlegenden Werte von Frieden, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit" sei. "In unserer Mitte ist kein Platz fĂŒr Extremismus und Hetzerei. Kein Gott, keine Religion rechtfertigen ein solch feiges, gewalttĂ€tiges Vorgehen. Ich gehe davon aus, dass die französischen Behörden mit der ganzen HĂ€rte des Gesetzes die TĂ€ter verfolgen und zur Strecke bringen werden." Zugleich warnte Fahimi vor einer Instrumentalisierung des Terror-Anschlags. "In dieser Stunde mĂŒssen alle zusammenstehen, um gegen Hass und Gewalt aufzustehen. Wir trauern gemeinsam um die Opfer dieses unmenschlichen Anschlags." Am Mittwochvormittag waren mindestens zwei schwerbewaffnete MĂ€nner in die Pariser Redaktion der Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo" eingedrungen und hatten das Feuer eröffnet. Bei dem Anschlag kamen nach Polizeiangaben mindestens zwölf Menschen ums Leben, mehrere weitere wurden schwer verletzt. Die TĂ€ter befinden sich derzeit noch auf der Flucht, wie Frankreichs PrĂ€sident Hollande erklĂ€rte, der die Tat als "barbarischen Terror-Akt" verurteilte. "Wir werden den Propheten rĂ€chen", sollen die MĂ€nner, die in der Redaktion um sich schossen, gerufen haben, berichtet "France Info" unter Berufung auf einen Augenzeugen. "Charlie Hebdo" hatte in der Vergangenheit mit der Veröffentlichung von umstrittenen Mohammed-Karikaturen Aufsehen erregt.

© dts Nachrichtenagentur





WĂ€hlen : 1 vote Kategorie : Nachrichten

oder registrieren hier.

Anzeige

Anzeige



 

Impressum  •  Copyright 2010 Kledy.de  •  RSS Feeds  •