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Börsenexperte warnt vor scharfer Korrektur an den Aktienmärkten

News von LatestNews 1129 Tage zuvor (Redaktion)

Frankfurter Wertpapierbörse
© über dts Nachrichtenagentur
Der als "Crash-Prophet" bekannt gewordene Börsenexperte Roland Leuschel warnt vor einer scharfen Korrektur an den weltweiten Aktienmärkten. "Einen Crash kann man nicht auf den Tag genau vorhersagen. Aber die Stunde der Wahrheit naht", sagte Leuschel im Interview mit der "Welt am Sonntag".

Die zuletzt fast ununterbrochene Rallye großer Indizes wie die des Deutschen Aktien-Index Dax auf mehr als 9.700 Punkte habe "keinen realwirtschaftlichen Hintergrund. Ihre einzige Basis ist der weitverbreitete Glaube an die planwirtschaftlichen Fähigkeiten moderner Zentralbankbürokraten, die mit Zinsmanipulationen an der wichtigsten Preisbildung der Märkte überhaupt, der für Geld nämlich, herumpfuschen", so Leuschel. Bereits am Freitag waren die Märkte aus Sorge um die Entwicklung in Schwellenländern deutlich gefallen. Der Dax-Kenner, der schon vor den Börsenabstürzen von 1987 und 2008 gewarnt hatte, verweist auf unterschiedliche Kennziffern, die auf ein baldiges Ende des Aufschwungs an den Aktienmärkten hindeuteten. So sei der Anteil der Pessimisten unter den Börsenbriefherausgebern, den die Finanzagentur Investors Intelligence ermittelt, im Dezember auf 14,3 Prozent gefallen, den tiefsten Stand seit Sommer 1987. Wendepunkte an den Märkten werden oft von übergroßem Optimismus begleitet. Auch das Volumen der Wertpapierkredite in den USA sei besorgniserregend. Vor dem letzten Börsenabsturz sei für 400 Milliarden Dollar auf Pump spekuliert worden, aktuell liege der Wert bei 420 Milliarden Dollar. Das Spekulieren auf Pump könne einen möglichen Kursrutsch immer weiter verstärken. Auch die Bewertungen sprächen zurzeit nicht für Aktien. Kennzahlen wie das Shiller-Kurs-Gewinn-Verhältnis oder das Tobin Q legten eine Überbewertung der Dividendenpapiere von bis zu 70 Prozent nahe. "Die Zeit für Aktien wird kommen", so Leuschel. "Aber vorher muss sich die Überbewertung abbauen."

© dts Nachrichtenagentur





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