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Bericht: UN-Klimarat sieht Erderwärmung deutlich verlangsamt

News von LatestNews 1546 Tage zuvor (Redaktion)
Die globale Erderwärmung schreitet derzeit offenbar erheblich langsamer voran als noch vor wenigen Jahren angenommen. Im neuesten, fünften Sachstandsbericht des Weltklimarates IPCC, der am kommenden Freitag offiziell vorgestellt werden soll, heißt es dazu: "Die Erwärmungsrate lag in den vergangenen 15 Jahren (1998 bis 2012) bei 0,05 Grad pro Dekade und damit unter dem Trend von 1951 bis 2012 mit plus 0,12 Grad pro Dekade." Der Tageszeitung "Die Welt" liegt die ausführliche Zusammenfassung des Berichts vorab vor, die von IPCC-Autoren für Politiker erarbeitet wurde.

In seinem vierten Bericht (AR4), den der IPCC im Jahr 2007 veröffentlicht und der ihm den Friedensnobelpreis eingebracht hatte, war er noch generell von einer durchschnittlichen Erwärmung von 0,2 Grad pro Dekade ausgegangen. Die Autoren der Zusammenfassung des neuen Berichtes (AR5) räumen darüber hinaus ein, dass die Computermodelle, die dem Papier zugrunde liegen, die verringerte Erwärmung nicht erklären können: Die Differenz zwischen Modell und Messung sei "zu einem Gutteil von unvorherzusehender Klimavariabilität verursacht", heißt es in dem Text. Zudem heißt es im Bericht, dass in einigen Computermodellen der Kohlendioxidausstoß bei der Berechnung der Erderwärmung zu stark gewichtet worden sei. Genau darauf aber fußt die europäische Klimapolitik. Holger Krahmer, umweltpolitischer Sprecher der FDP im Europaparlament, fordert angesichts der neuen Ergebnisse einen Schwenk: Die Ergebnisse seien "Grund genug, auf die Verschärfung des Emissionshandels zu verzichten, die für die deutsche Automobilindustrie gefährlichen CO2-Ziele zu überdenken und weitere Öko-Design-Produktverbote zu stoppen", sagte er der "Welt". Diese Gesetze seien auf den Berechnungen aufgebaut, "bei denen sich jetzt zeigt, dass sie nicht zutreffen", sagte Krahmer weiter. "Dies reicht nicht als Begründung für die weitreichenden Eingriffe in bürgerliche Freiheiten und die hohen Kosten, die mit den Klimaschutzgesetzen verbunden sind."

© dts Nachrichtenagentur





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