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Aufklärung der "Gorch Fock"-Tragödie verzögert sich

News von LatestNews 2014 Tage zuvor (Redaktion)

Segelschulschiff "Gorch Fock"
© dts Nachrichtenagentur
Die Marine hat Probleme, den Tod einer Offizieranwärterin auf dem Segelschulschiff "Gorch Fock" aufzuklären. Ihre Untersuchungen werden frühestens Ende Juni abgeschlossen sein. Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) kann deshalb, anders als geplant, dem Bundestag kommende Woche keinen Abschlussbericht vorlegen, wie der "Spiegel" meldet.

Die 25-jährige Kadettin war im November aus der Takelage gestürzt. Was oder wer dafür verantwortlich ist, konnte die zuständige Havarie-Kommission der Marine bislang nicht verbindlich klären. Dabei wollte sie sich am vergangenen Donnerstag zur abschließenden Sitzung treffen. Zur Vernehmung war auch der Erste Offizier der "Gorch Fock" geladen, der am Unglückstag das Kommando führte und die Ausbildung der Offiziersanwärter verantwortete. Entgegen der bisherigen Planung setzte die Kommission zwei neue Sitzungstermine an, für den 20. und 21. Juni. Zu den Gründen schweigt die Marine. Auch die Staatsanwaltschaft in Kiel musste ihren Zeitplan korrigieren. Bereits seit vorigen November werde dort geprüft, ob ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet werden soll. Geplant und angekündigt war ursprünglich eine Entscheidung für Mitte Mai. Doch dann fiel dem ermittelnden Staatsanwalt auf, dass er erst nach Rückkehr der "Gorch Fock" nach Kiel wichtige Marineangehörige befragen und danach seine Prüfung abschließen kann. Nun will die Staatsanwaltschaft bis Mitte Juni liefern. Im Zeitplan ist dagegen die sogenannte "Pommerin"-Kommission, die im Auftrag des Verteidigungsministeriums den Reformbedarf in der Offiziersausbildung der Marine untersucht: Ende Juli soll, wie angekündigt, ein Bericht vorliegen. Eine Erkenntnis hat die Kommission bereits gewonnen: Auch die Marinen anderer Länder, die Segelschulschiffe betreiben, haben Todesfälle zu verzeichnen. Dort würde bloß nicht so viel darüber diskutiert, heißt es in der Kommission.

© dts Nachrichtenagentur





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