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Annan schätzt Lage in Syrien als "relativ ruhig" ein

News von LatestNews 1696 Tage zuvor (Redaktion)

Kofi Annan
© UN Photo/Paulo Filgueiras, Text: dts Nachrichtenagentur
Der UN-Sondergesandte Kofi Annan sieht die Waffenruhe auf einem guten Weg und schätzt die derzeitige Lage in Syrien als "relativ ruhig" ein. "Die Einstellung der Feindseligkeiten scheint zu halten", sagte Annan dem UN-Sicherheitsrat am Donnerstag. Indessen haben Oppositionelle nur wenige Stunden nach Beginn der Waffenruhe erneut blutige Auseinandersetzungen gemeldet, bei denen offenbar mehrere Menschen ums Leben gekommen sind.

Nach ihren Angaben wurden in den Provinzen Hama und Deir as-Saur drei Menschen von Sicherheitskräften erschossen. Der Nachrichtensender al-Dschasira berichtet von fünf Toten. Demnach sollen Soldaten unter anderem das Feuer auf einen Mann an einem Kontrollposten eröffnet haben. Daher sehen Assad-Gegner den von Annan vermittelten Kompromiss "nur teilweise umgesetzt", wie ein Sprecher des Syrischen Nationalrats erklärte. "Es hat seit heute Morgen keine Attacken mit schweren Geschützen mehr gegeben", bestätigte der Kommandeur der Freien Syrischen Armee, Oberst Riad al-Asaad. Allerdings würden die Razzien gegen mutmaßliche Regimegegner weitergehen, so der Oberst. Für Freitag hat die Opposition zu Großdemonstrationen im gesamten Land aufgerufen. "Wir werden sehen, ob die Regierung ihr Versprechen hält," sagte der Chef des Syrischen Nationalrats, Burhan Ghaliun mit Blick auf die Waffenruhe. Man rufe allerdings zur Vorsicht auf, da es vermutlich doch zu Schusswechseln kommen werde. In Syrien war am frühen Donnerstagmorgen gegen 5 Uhr MESZ die Frist für die Einhaltung der Waffenruhe abgelaufen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama sehen die Bereitschaft des syrischen Regimes die Kämpfe einzustellen allerdings weiterhin skeptisch. In Syrien gibt es seit Mitte März 2011 Proteste gegen die Regierung, die von dieser gewaltsam nieder geschlagen werden. Bislang sollen dabei nach Schätzungen der Vereinten Nationen mehr als 9.000 Menschen ums Leben gekommen sein.

© dts Nachrichtenagentur





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