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Äthiopien: Westerwelle bestätigt zwei tote Deutsche nach Überfall auf Touristen

News von LatestNews 1782 Tage zuvor (Redaktion)

Guido Westerwelle
© Valter Campanato / Agencia Brasil, Lizenz: dts-news.de/cc-by
Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat bestätigt, dass sich unter den Todesopfern bei einem Überfall auf eine Reisegruppe in Äthiopien auch zwei Deutsche befanden. Wie Westerwelle am Mittwoch weiter mitteilte, sei das Schicksal von weiteren Deutschen, die ebenfalls zur Reisegruppe gehörten noch ungeklärt. Die Touristen wurden in der Nacht zum Dienstag im Nordosten Äthiopiens angegriffen.

Die Reisegruppe soll nach Angaben des äthiopischen Generalkonsuls in Frankfurt/Main, Mulugeta Zewdie, aus etwa 20 Touristen bestanden haben. Fünf von ihnen seien getötet worden, darunter zwei Deutsche, zwei Ungarn und ein Österreicher. Zwei Ungarn seien schwer verletzt, zwei Deutsche und zwei Äthiopier entführt worden. Einer der Entführten sei Polizist gewesen, weshalb zu vermuten sei, dass einige Polizisten die Reisegruppe begleitet hätten, so Mulugeta Zewdie in dem Radioprogramm NDR Info am Mittwoch (18.1.). Äthiopien macht die eritreische Regierung für die Tötung und Entführung ausländischer Touristen im Grenzgebiet zwischen den beiden Staaten verantwortlich. "Es ist ganz klar, dass die eritreische Regierung dahinter steckt", sagte Mulugeta Zewdie. Die Täter seien aus Eritrea gekommen und mit den Entführten wieder dorthin zurückgekehrt. "Diese Terroristen kommen von eritreischer Seite. Sie werden von Eritrea trainiert und geschickt, um an der Grenze zu Äthiopien solche terroristischen Aktionen durchzuführen", so Mulugeta. Äthiopien plant nach Angaben Mulugetas als Reaktion jetzt eine "begrenzte Aktion, die nicht zum Krieg führt, aber dazu, dass diese bestimmte Gruppe dafür bezahlen soll". Der Generalkonsul sprach von "nicht nur diplomatischen Maßnahmen". Die äthiopische Regierung will nach Angaben des Generalskonsuls nun für einen verstärkten Schutz von Reisenden sorgen. Die Situation werde künftig stabil bleiben. Mulugeta riet zu Vorsicht bei Reisen, betonte aber: "Das ist ein Einzelfall, der nicht jeden Tag passiert. Die Situation wird sich beruhigen und stabilisieren. Ich rechne nicht damit, dass die Anzahl der Touristen geringer werden wird."

© dts Nachrichtenagentur





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